62» Der fünfzehnde Theil,
lose Ohnmacht Miethest, und zu deinen Jün-gern mit halb-todter Stimme sprachest: Mei-ne Seele ist betrübt bis in den Tod: und dieTraurigkeit meiner Seele ist so groß, daß siemir fast mein schwaches Herz abstossen will.Diese deine Traurigkeit beherzige ich , o meinJEsu! und betrübe mich schmerzlich darüber,daß du wegen meinen Sünden in diese un-menschliche Betrübniß gerathen bist. Ich er-innere mich auch Hiebey, in was für eine ge-waltige Angst meine Seele gerathen wird,wenn sie wird empfinden, daß alle Hoffnungihres Lebens verlohren, und sie unfehlbar-lich von meinem Leibe werde scheiden müs-sen. Darum bitte ich jezt, o JESU! durchdeine erstgemeldte Tods - Angst, du wollest mirmeine erste Tod - Angst, nur so viel ringern, da-mit ich nicht in Kleinmüthigkeit falle, Amen.
Die zweyte
Tods-Noth Christi.
HErr JEsu Khriste! jezt erinnere ich dich
des bittern Tods-Kampf, so du amOelberg ausstundest, als du bey drey Stun-denlang deinen Vater gebethen hattest, er wol-le den bittern Kelch von dir abnehmen : Die-weil er dich aber in diesem Stück nicht erhörte,sondern das Urtheil des Tods über dich aus-sprach, und dir klärlich vor Augen stellte, wasfür erschreckliche Marter du wegen den Sün-