Vorbereitung zum Tod. 625
dennoch immerdar in den bittersten Tods-Nö-then schwebte, deßwegen litte es solche uner-trägliche Marter, welche kein menschlichesHerz zu ertragen, stark genug wäre. O an!, wer IEsu! wie zitterten damals alle deine Glie-i der, wie verwendeten sich deine milde Augen,- auf jeden unmenschlichen Hammerstreich ! wieschössen die tödtlichen Seufzer aus deinem er-blichenen Mund, wie flössen die heissen Zäher' aus deinen weinenden Augen, wie ungestim-miglich klopfte dein halb todtes Herz in dei-nem Leib? Durch diese allerbitterste Tods-Nöthen, welche ich mitleidentlich betrachte,bitte ich dich ganz flehentlich, daß, wann mirdie Tods-Schmerzen so stark werden zusetzen,daß sie mein krankes Herz mit allem Gewaltabflössen wollen, alsdann wollest du in Erin-nerung dieses meines Gebeths dich über meineschwere Tods-Nöthen erbarmen, und michvor aller Ungeduld und Zaghaftigkeit kräftig-lich bewahren, Amen.
Die vierte
Tods-Noth Lhristi.
HErr JESU Khriste! jezt erinnere ichdich derjenigen bittern Tods-Noth, da-rein du gerithest, als du nunmehr drey gan-zer Stunden lang am heiligen Kreuze in un-menschlichen Schmerzen gehangen, und deinedles Herz immerdar mit lauter heftigen Tods-Pp z Nö-