Gebeth eines Kranken. 645
! meiner, dieweil ich sonsten keine Zuflucht mehr,als allein zu dir habe, Amen.
Seufzer zu den jenigen Seelen, so du aus
i dem Fegfeuer erlöset hast.
Wch ihr lieben Auserwählten GOttes! wel-sM che ich durch mein unwürdiges Gebethaus der -Quaal des Fegfeuers erlöset habe:
! Diejenige Stund will allgemach herzu rucken,in welcher ich eure Hüls und Trost am mei-l sten vonnöthen habe. Darum erhebe ich meinHerz zu euch in den Himmel, und rufe euch mitVertrauen an. Ach! kommet mir jezt zu Hüls,und stehet mir bey in meiner letzten Noth.Jezt erinnert euch, was ich euch für eine Liebeerwiesen, und wie ich euch aus der schwerenQuaal erlöset hab. Ich habe euch mehr ge-siebt , als mich selbsten: dann ich habe mich mei-ner Verdienste beraubet, und euch dieselbigengeschenket. Darum zweifle ich jezt gar nichtan euer Hülf, dieweil ich weis, daß ihr voll derLiebe und Dankbarkeit seyd: Ich hoffe festig-lich, ihr werdet vom Himmel herab kommen,und euch um mich bewerben. Ich bitte euch,ihr wollet den leidigen Satan von mir abhal-ten, mein angsthaftes Herz starken, meineTods - Nöthen ringern, meine See! zum Rich-terstuhl begleiten, und mir ein gnädiges Ur-theil erwerben. Und wenn ich im Fegfeuerseyn werde, so werdet ihr für mich bitten, und. -Q q 4 nicht