646- Der fünfzchnde Theil,
nicht nachlassen, bis ihr mich erlöset habet.Dieß alles werdet ihr verhoffentlich thun, die-weil ich euch aus dem Fegfeuer erlößr, und euchzu der Seligkeit verhelfen habe. Eja dann ,ihr meine herzlichsten Freunde! erzeiget mir die-se große Liebe, und laßt mich in meiner Hoff-nung nicht zu Schanden werden, Amen.
Heroische Ergebung eines Kranken in die
Hand GOttes.
2. mein GOtt! wende deine Augen vomM Himmel auf mich, und vernimm mitdeinen Ohren die Worte meines Munds.
Sieh, 0 HErr! ich liege hier in deiner Ge-walt, und in deiner Hand stehet mein Lebenund mein Tod.
Ich aber begebe mich freywillig meines Le-bensrund wenn es dein Wille ist, begehre ichkein Stund langer zu leben.
Ich liebe dich dermaßen, 0 mein liebsterGOTT ! daß ich viel lieber nach deinemWillen will sterben, als nach meinem Wil-len leben.
Gleichwie sich mein JEfus am Oelberg frey-willig in den Tod begeben hat : also ergebeich mich auch freywillig in den bittern Tod.
Ich weis zwar, daß der Tod sehr bitter
ist: