Gebeth eines Kranken. 647?
ist: dennoch nehme ich diesen bittern Kelchvon deiner Hand gern an.
Ich begehre aber nicht zu sterben, wie an-dere Menschen : noch den Tod aus Zwangoder natürlicher Weis zu leiden;
Sondern ich begehre zu sterben wie die Ge-rechten : und begehre G-Ott zu lieb den Todfteywilliglich zu leiden.
Wie die heiligen Märtyrer begehre ich zuc sterben: und von der Hand GOttes begehreich hingerichtet zu werden.
Durch meinen Tod begehre ich ein Schlacht-Opfer GOttes zu werden: und zu Ehrenmeines himmlischen Vaters mein Leben zu
1 lassen.
Gleichwie mein JEsus seinem Vater zu Eh-
2 ren gestorben ist: also begehre ich auch ihm^ zu Ehren zu sterben.
E Nimm meine Begierd an, 0 mein liebster5 GOtt! und laß dir meinen guten Willen be-f ftermassen gefallen, Amen.
! »
d Heroische Resignation eines Kranken, das
!? Fegfeuer zu leiden.
^ mein GOtt! ich habe mit meinen Sün-l. den so viele Strafen verdienet, daß ich
H mir es nicht getraue abzubüßen.
L <1 5 Ich