Buch 
Seelen-Wayd für die Schäflein Christi, welche Hunger und Durst haben nach der Gerechtigkeit : auf welche geführt wird Damascena, oder jede den Weeg der Vollkommenheit new-antrettende Ordens-Person, in Betrachtung der vornembsten Heiligen Gottes Tugend und Leben / durch P. Michael Lang, Capitularen zu Einsidlen, dess Heiligen Benedicti Ordens. Erster Theil.
Entstehung
JPEG-Download
 

r> e v i c ä 7-1 o.

Unter Dero sowohl von Geblüth/ als Tugenden beadletenUlahmen dlfts mein vorhabendes Werck beschirmet / durch denTruck in das öffentliche Liecht hervor gienge; Dann so Ichalles zu Gemüth führe / was mein gegenwärtiges Büchlein insich haltet/ und vorleget/ so finde Ich das Vorbild an EüwerHochwürden / und Gnaden Herfür scheinend; Nach welchem sichzu richten haben die jenige/so sich auf dem Tugend-Weeg ohneIrrung/und Anstoß fortbringen/und zu dem erwünschten Endgelangen wollen. Es begreiffet difer dritte Theil meiner Jähr-lichen Seelen-Wayd in sich die Bettachtungen / so Ich einge-richtet habe mit heylsamen Lehr-Puncten / gezogen meistensauß denen Lebens-Beschreibungen deren bewahrten HeiligenG-Ottes/ die man bey unseren Zeiten das Iahe hindurch meh-rers benambset/und begehet. Was Ich aber mich hierinn be-fieisse in andern/so sich der täglichen Betrachtungs- Übungenzu gebrauchen pflegen / Gutes von Tugenden durch die Nach-folg der Heiligen Gattes einzupflantzen/ daß hat schon inEüwer Hochwürden/ und Gnaden alles befunden das Hochwürdige/undHoch-Adeliche Gtüstc Nunnbcrg/ da selbiges Eüwer Hochwür-den/rmd Gnaden jederzeit erkennet hat für einen Tugend-Spie-gel/ der seinen unveränderlichen Glantz allbereit in das fünffund dreißigiste Jahr inHöchst-gerühmten Hoch-Adelrchen Brüsteallen denen ertheilt hat/von welchen Eüwer Hochwürden/und Gna-den /in unterschiedlichen Ambts-Verwesungen sich befindend/ist beobachtet worden. Dahero dann auch diser so Lieb-gewin-nende Tugend-Wandel verdienet/daß dises vorleüchtende Bey-spiel aller diser/so wohl dem Himmel/als auch der Ehrn-lieben-den Welt schatzbaristen Tugenden umb das Jahr 169z. auf denLeuchter erhoben/ UNd als ein Oberstes Haupt deß Hoch-AdclichcnBrüstrs vorgesetzt wurde / damit Dero Tugend-Strahlen voneinem höcheren Sitz umb desto weiter in die Untergebne außge-braitet werden könnten. Ich getrauwe mir nicht zu vermel-den/was Ich insonderheit höchst-ruhmwürdig von Eüwer Hoch-würde,:/ und Gnaden zu schreiben hatte/ damit Ich nicht zuwider

handle