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Seelen-Wayd für die Schäflein Christi, welche Hunger und Durst haben nach der Gerechtigkeit : auf welche geführt wird Damascena, oder jede den Weeg der Vollkommenheit new-antrettende Ordens-Person, in Betrachtung der vornembsten Heiligen Gottes Tugend und Leben / durch P. Michael Lang, Capitularen zu Einsidlen, dess Heiligen Benedicti Ordens. Erster Theil.
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handle der angebohrnen/hoch-aufgeführten Geistlichen Demuth/und Niderträchtigkeit/welche mir nicht gestatten will/daß alleDeroselbenLobsambkeiten angerühmbt werden. Lasse nur alleinan memer statt dasGottshauß reden/welches mit gantz schönKunstreicher Musicalischer Zurüstung/zu einer allzeit mehr undmehr prächtigern Erschallung deß Lob Gottes/und andern köst-lichen Kirchen-Zieraten eingerichtet/ anjetzo die Augen / undDhren jedermänniglichen ergötzet / und zur anmüthigeren An-dacht gegen GL)tt/und seinen lieben Heiligen einladet/und an-locket. Welche aber so grosse Beförderung der Ehr GOttessich nicht so fast steüret aufgemeldtes solcher Massen außgezierteGottshauß / als auf die Beyspiel der innbrünstigen Andacht/durch welche Elttver Hochwürden und Gnaden zu einer so wohlNächtlich-als Täglicher Zelt schier immer-währenden An-bettung deß Hochwürdigisten GuetS in der Kirch auf denKnyen ligend angehalten werden.

Wann Ich mir nun dises zu Gemüth führe / so finde Ichan Eüwer Hochwürden / und Gnaden bewerckstelliget/ was dasHeil. und grosse Kirchen-Liecht Augufttnus in seiner siben undviertzigisten Red / von Begehung der Fast-Läg/ der HeiligenGattes geschrieben hinderlasset r non pikerr, ^uoa ce-

lebr-re lleleckst. Er will sagen : Es seyen die Tägliche Kir-chen- Fest/ und Gedächtnuß-Läg der Heiligen/immer-währen-de Ansnsch-und Ermahnungen zur Nachfolg derselben.

Wie grossen Frucht / und eyfferige Nachfolg drse TäglicheErmahnungen bey Eirwer Hochwürden / und Gnaden noch alle-zeit gewonnen haben/ gibet Augenscheinlich an Tag der Tu-gend-Wandel/welcher jederzeit ein Begriff aller denen Geist-lichen L)rdens - Satzungen unsers Heiligen Ertz - Vattersgleichförmiger/ und der Vollkommenheit ge-mäßer Tugenden zu seyn ist erkennt worden. Es gibt/ sprichIch/ Augenscheinlich an Tag der Tugend-Wandel/welcherEüwer Hochwürden / und Gnaden/ ob Sie schon Mit vilkN/UNd

wichtigen Ambts- Geschässten beladen sind / jedoch von stäter

)(z Ge-