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Seelen-Wayd für die Schäflein Christi, welche Hunger und Durst haben nach der Gerechtigkeit : auf welche geführt wird Damascena, oder jede den Weeg der Vollkommenheit new-antrettende Ordens-Person, in Betrachtung der vornembsten Heiligen Gottes Tugend und Leben / durch P. Michael Lang, Capitularen zu Einsidlen, dess Heiligen Benedicti Ordens. Erster Theil.
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20
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Lo Betrachtung

den und Gnaden zu empfangensich fähig gemacht. ErforscheDich/was für Nutzen und Trostder Seelen dir seye erfolgt ausdeinen bißhero erlittenen Wi-derwärtigkeiten und Anfechtun-gen ? Ach mein GOtt ! wiewenig hab ich mirs zu Nutzengemacht! es ist mir hertzlichleyd! erlange mir Heil. Jung-fraw einen innerlichen Eyfferund Liebe / alles Widerige un.bdieLtebeKhristi IEsu willen zuleyden / damit ich mich fähigmache/recht und wohl nach mei-nem Stand zu leben / und mirendlich die Krön der Glory mö-ge vermehrt werden.

(s) i.Lor.io.v IZ.

Der dritte Punct.

ANterdessen lebte papbnurjur^ wegen seiner verlohrnenTochter sehr betrübt / und hattekein andere Frewd als die An-sprach mit den frommen Geist-lichen gedachten Klosters / inwelchem Er sich vilmahl auf-hielte. Einsmahl führte manIhne auch in die Kellen 8mL-ra^i, seiner wegen strengenBußwercken gantz außgemerg-leten und unbekandten Tochter/von deren Er durch heylsame

Lehren undGeistliches Gesprächalso aufferbawet ist worden/daßEr zum Heil.Abbten voller Ver-wunderung gesprochen / Er seyeIhme höchstens verbunden/daßEr Ihne gewürdiget/ einen sol-chen fürtrefflichen Mann zu se-hen.

Betrachte Erstlich/ wie Gottder HErr dein Menschen offter-mahl zeitliche Frewden und Er-götziichkeiten entziehe / und mitvüen Widerwärtigkeiten an-fechte/ damit er sich GeistlicherGüter / und häuffiger GnadGOttes fähig machte/ wie demkspbnurio widerfahren/welchenzwar G-Ott der HErr gestrafft/und mit grosser Trawrigkeitheimgesucht/weil Er seine Toch-ter wider Ihren Willen zumEhestand zwingen wöllen / dochhab Ihne GOTT durch ebendrse Widerwärtigkeit zu hohemStaffel der Vollkommenheit ge-zogen. Hast du OsmstceNL ! esnicht auch offt und vil erfahren/daß wann dir GOtt zeitlichenTrost und Frewd entzogen/ undetwan mit einer Widerwärtig-keit heimgesucht/du vil geschick-ter seyest worden / die Gaabenund Gnaden GOttes zuern-pfangen/und dich vil demüthiger