Lo Betrachtung
den und Gnaden zu empfangensich fähig gemacht. ErforscheDich/was für Nutzen und Trostder Seelen dir seye erfolgt ausdeinen bißhero erlittenen Wi-derwärtigkeiten und Anfechtun-gen ? Ach mein GOtt ! wiewenig hab ich mirs zu Nutzengemacht! es ist mir hertzlichleyd! erlange mir Heil. Jung-fraw einen innerlichen Eyfferund Liebe / alles Widerige un.bdieLtebeKhristi IEsu willen zuleyden / damit ich mich fähigmache/recht und wohl nach mei-nem Stand zu leben / und mirendlich die Krön der Glory mö-ge vermehrt werden.
(s) i.Lor.io.v IZ.
Der dritte Punct.
ANterdessen lebte papbnurjur^ wegen seiner verlohrnenTochter sehr betrübt / und hattekein andere Frewd als die An-sprach mit den frommen Geist-lichen gedachten Klosters / inwelchem Er sich vilmahl auf-hielte. Einsmahl führte manIhne auch in die Kellen 8mL-ra^i, seiner wegen strengenBußwercken gantz außgemerg-leten und unbekandten Tochter/von deren Er durch heylsame
Lehren undGeistliches Gesprächalso aufferbawet ist worden/daßEr zum Heil.Abbten voller Ver-wunderung gesprochen / Er seyeIhme höchstens verbunden/daßEr Ihne gewürdiget/ einen sol-chen fürtrefflichen Mann zu se-hen.
Betrachte Erstlich/ wie Gottder HErr dein Menschen offter-mahl zeitliche Frewden und Er-götziichkeiten entziehe / und mitvüen Widerwärtigkeiten an-fechte/ damit er sich GeistlicherGüter / und häuffiger GnadGOttes fähig machte/ wie demkspbnurio widerfahren/welchenzwar G-Ott der HErr gestrafft/und mit grosser Trawrigkeitheimgesucht/weil Er seine Toch-ter wider Ihren Willen zumEhestand zwingen wöllen / dochhab Ihne GOTT durch ebendrse Widerwärtigkeit zu hohemStaffel der Vollkommenheit ge-zogen. Hast du OsmstceNL ! esnicht auch offt und vil erfahren/daß wann dir GOtt zeitlichenTrost und Frewd entzogen/ undetwan mit einer Widerwärtig-keit heimgesucht/du vil geschick-ter seyest worden / die Gaabenund Gnaden GOttes zuern-pfangen/und dich vil demüthiger