zr Betrachtung
tzigen Herodes nach einem ande-ren König gefragt.
Mein vLMLlccnr ! Gehe indich selbften/und erforsche dich/ob du nicht selbsten ersichren/daßso lang du gantz einfältig hastverlangt auf dem Weeg der Tu-genden zu wandle» / und nichtsanders gesucht als allein JEfumdeinen liebsten Gesponsen/ob dirder Sternen der Göttl. Gnadennicht allzeit habe geleuchtet ? Sobald du aber dich hast verlassenauf Menschliche Hülff/ auf deinselbst-eigen Gutgeduncken/unddu dich nicht gantz einfältig hastlassen führen von difem Gnaden-Sternen/denne dir deineOberenund Geistlicher Vatter gezeigt/ob du Ihne nicht gleich habestverlohnn ? in der Demuth/Ge-horsame / und anderen Tugen-den abgerwmen? und also gros-sen Schaden der Seelen erlit-ten?
^indejk du/ Osmssccna! itt diretwas fehlbars/verbessere es mitruhigem und dömüthigem Her-tzen/ bltt das kleine JEsulern/daß es dich wieder auf den rech-ten Weeg wolle führen / denSternen feiner Göttlichen Gna-den zeigen / und dich machen inTugenden zunehmen ; dann du
wirst leyder im Werckmehr alsgenug erfahren haben / wie viles schade/sich allein aufMensch-liche Hülff/ und aufsein selbst-eigne Meynung verlassen. Ge-denckealso/ daß du ins künfftigeinfältig auf der allgemeinenTugend-Straß wollest wand-le»/daß du dir nicht wollest las-sen verdrießlich vorkomen/wanndir deine Oberen oder Geistli-cher Vatter werden zeigen denSternen Göttlichen Willens/komme selbigem fleißig nach/undglaub festiglich/daß drß die rechteStraß deines Beruffs / und zudem Himmel/ und daß in derWahrheit derjenige Stern nichtder rechte feye/den dir dein eigenGutgeduncken und dein eigenerWillen zeiget. Meide auch ab-sonderlich diejenige / welche duweist/ daß sie JEfum ynd veineOberen nicht lieb haben/als beywelchen der Stern GöttlicherGnaden nicht leüchtet/und mitdenen du nur deinem Verderbenwurdest zueilen. Dämsscena!bitt Gott inständig/daß Er dichnicht so blind wölle lassen dahinleben/ daß du mit allen auf-richtig - einfältigen Kmdczenden Betrug so vtler neydigenHerodls-Kinderen nicht erken-'