34 Betrachtung
du aber hast verlohren die Gött-liche Gnad. Wann dir inskünsstig etwas manglet/ bitteGDtt umb seinen Beystand/er-kenne solchen mit demüthigemund danckbahrem Hertzen/ undfolg Ihme/so wirds dir wohl er-gehen ; dann GOtt versagt seinGnad keinem/ der Ihnne Kind-lich darumb bittet.
Ach mein Damascens! wasnutzet uns alle Wissenschafft/Weißheit und Verstand / ohnedie Gnad GOttes'/ und washat es den.Aerobes und alleSchrifftgelehrte genutzet/ daßsie gewußt/ wo der New-gebohr-neÄönig gebohren? Was hatsauch bist drey Weißen fambtaller Ihrer Wissenschafft ge-nutzet/wanEre Ihren began-generr Fehler nicht erkennt/ Gottumb fern Gnad arrgerussen/undIhnnegebettm hätten/ daß ErIhnen den Sternen wieder wol-le lassen leuchten 2 Nicht alleinhatte es Sie nichts genutzet/son-der wäre Ihnen als wie demHerodes und Schrifftgelehrtenzum Verderben gewesen. Soortte heut deinen klcinenJEsum/daß Er dir fein Sternen wolleleuchten / und führen lassen zumZweck deines Beruffs / nemblich
zu dem Stall deiner selbst-eige-nen Erkandtnuß / Armuth / Ge-horsame/ und hertzlichen Liebeseiner und deß Nächstens. FallJhme mit zerknirschtem Hertzenzu Füßen/ und sag / daß weilendu dich wegen Vile der Sündenunwlrrdig gemacht seines Gna-den-Sterns/daß Er sich deinerwolle erbarmen/ und zeigen denWecg / das -Orth/ wo Er armb-fter ICsirs könne gefunden wer-den/ aus daß du also durch seinGnad gestärckt/imWerck mögesterfüllen/ was sein GöttlicherWill / und dein Stand von direrfordert; Sag hiemit heützum öffteren zu Jhme: Ach Chri-ste IEju! zeig mir dein Gnaden»Gtcrn/und gib daß ich Jhme folge.Erwecke zumahlen ein grosse Be-gierd nach der Vollkommenheit.
Der vlcrdtcPunct.
ALs die drex Meisten in den
Stall kommen / und durchGöttliche Gnad erkennt denNew- gebohrnen Heyland derWelt/
Erwcge / wie Sie Erstlich aufIhre Knie »übergefallen / undIhren Erschaffe»' und Erlöser,mit demüthigster Reverentz undChrenbietigkeit angebettelt / wie