Von dem Heil.VifchoffHilarro. 53
Kugmd - Weeg leithen durchdeinen guten Eyffer und Exem-pel.
Stelle dir zum Anderen vorAugen den Heil. ttiiarium alseuren Wunderthatigen Mann/welcher neben sehr vilenMirak-kn nicht allein einen Todtnenanfferweckt/sonder auch an seinerTochter ein sehr grosses Wun-der gethan; dann als Er in demElend vernommen/daß sie in denEhestand wolle tretten/ hat Ersie durch Schreiben abgehalten/und versprechen / daß wann Erauf; seinem Elend wieder werdeheimkommen/ Er sie mit einemanoeren vil schöneren und reiche-ren wolle verheyrathen / wie Erdann Ihren nachmahlen gera-then/durchdie ewigeIungfraw-fchaffk sich mit Khristo zu ver-mahlen / wie sie es auch gethan;weil Er aber geforchten/sie/alsein Weib/möchte nicht beständigbleiben/hat CrG-Ott gebetten/daß Er sie zu sich wolte ruffen/ist es auch geschehen/und ist hei-ug ohne Schmertzen gestorben.
Auß diftm schliesst übermah-len / daß der JungfräwlicheStand jederzeit dem Ehestandseye vorgezogen/ und von derKirchen GOttes hoch gehalten
worden; daß Hilarius als eingetrewer Vatter für sein Toch-ter mehr habe gesucht die Sicher-heit und das Heyl der Seelen/als durch den Ehestand demsel-ben zeitliche Wolfahrt. Item/daß es gut seye/seinem Nächsteneinen vollkombneren Stand ra-then/ wann Er sich darzu taug-lich und geneigt erzeigt. Dißaber zuthuen/stehet mehr einembescheidelichen Geistlichen Vat-ter als einer Weibsperson zu/weil es ein wichtige und hoheSach umb den IungfräwlichenGrand; dann hat es diser Hei-lige mit solcher Forcht gethan/daß/weil Er sorgte / sie mochtenicht beständig verharren/ Gottumb ihren Todt gebetten; mitwie vil grössererSorg undForchtsolls ein Beichtvater thuen/und nit etwan unbescheidenlichoder mit unzeitigem Eyffer in dieSach gehen. Mein o^m-scen^!ich rede mit dir/ als mit einemWeib/wan du jemand die Iung-frawfthafftwilt rathen/kanstduselbiges tyuen/und deinen glück-seligen Iungfräwlichen Standanderen erzehlen/unddisem dasElend und die Mühseeligkeitender Welt-Menschen entgegensetzen; überrede aber nur keinenG 3 Men-