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Seelen-Wayd für die Schäflein Christi, welche Hunger und Durst haben nach der Gerechtigkeit : auf welche geführt wird Damascena, oder jede den Weeg der Vollkommenheit new-antrettende Ordens-Person, in Betrachtung der vornembsten Heiligen Gottes Tugend und Leben / durch P. Michael Lang, Capitularen zu Einsidlen, dess Heiligen Benedicti Ordens. Erster Theil.
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58
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58 Betrachtung

Ich bitte dich/ ftxc mein Nachfol-ger/ gleichwie ich Christi Nachfol-ger gewesen bin. Wie Uttd WasGestalten aber du Ihme sollestnachfolgen/zeigt Er dir in feinerHeil. Regel / und hast du dasHeil. Cvangelium/welches dichlehret/wie du über das sollest fol-gen IEsu deinem liebsten HEr-ren/deme dein Heiliger Vatterdurch die Nachfola sehr ähnlichist worden/wie du selbsten weist/daß das einzige Ordens-Kleyddich GOtt dem Allmächtigennicht werd lieb und angenehmmachen / sonder die Tugend undfrommes Leben.

Drittens behertzige/wie Mari-rus der Heilige und Wunder-tätige Mann in Franckreich/als ein von dem Himmel abge-sandter Engel mit höchsten Freu-den feye empfangen worden/ undgrossen Zulaufs habe bekommen;die Fürnehmsten so gar am Kö-niglichenHoffbegaben sich sambtden Kinderen unter fein Zucht

UNdKlösterliche vilciplin. I'beo-

äobcklu; der König selbsten/hatklo^o feinem fürnehmsten undliebstenHoss- Herrn/ da Er mitseiner Verwilligung den Heil,Orden angenommen/vor Freü-den inerltchen Lrosts/dasHaar

mit häuffigen Zäheren abge-schnitten/ mit grosser.Andachtder Einkleydung beygewohnet/sich und sein gantzes Reich kny-end in das Gebett deß HeiligenL 4 suri und seines liebenFreündsklon anbefohlm/»und nicht al-lein bestättet alle von bioro demHeil. Orden vermachte Güter/sonder hat noch selbsten demKloster vil vergäbet und ge-schenckt.

Mein Damskena l Sihe indeinen Oberen und in deinemNächsten nicht anIhreUnvoll-kommenheit/fonder die Lugend/ehre und liebe selbige/als wannsie dir von Gott gesandt waren.Ehre und schätze auch hoch inIhnen/und in dir selbsten deinenHeil. Ordens-Stand / und be-fleiße dich/ selbigem gemäß zuleben; Entunchre Ihnne nichtetwa« durch ein kalt und lawesLeben/dahin du villeicht bist ge-rathen/ weil du deinen erstenEyffer verlassen/und mitUbungder Tugenden nicht hast fortge-setzt/ wie du selbigen hast ange-fangen. Ach mein vamLsctni!es stehet dir noch ein kurtzesZeitlin bevor / und weil deineHH. Ordens-Brüder und Or-dens-Schwösteren dermahleinst