8a Betrachtung
schon in dem fünsstenJahr seinesAlters von feinem Herren Nat-ter öertkoläo in die Insel undberühmte Kloster Reichenawgeführt/ allda Er an Frommkeitund Gelehrheit alsozugenomen/daß Er Geistlich und zum Prie-ster gewyhen / bald darauf zueinem Lehrer und Vorsteherüber etliche Geistliche/ indemder Reichenaw zugehörigen Klö-sterlin Ober-Bollingen am Zür-cher-See in dem Schweitzer-land/gesetzt ist worden.
Betrachte/ wie der Allmächti-ge GOtt für die Seintgen jeder-zeit habe gesorget/und alle mei-stens von Jugend auf in seinereinmahl ertheilten Gnad habeerhalten. Achmein OamLscens!wie grosser Trost ist es einerGott-liebenden Seel/wann sievon Jugend auf in der ForchtGOttes erzogen / sich keinerschwären Suno bewust/ GOttvon Hertzen kan dienen; Derenhingegen vtl/ welche venneynen/es töne keiner Geistlich werden/Er habe dann zuvor die Weltversucht/ darmit sie aber mei-stens den Heiligen Orden ver-schertzen / oder Ihre Seel alsobemacklen/daß sie immer unrühigmüssen leben ; Ligt hiemit vil
daran / daß die Kinder in derForcht GOttes und guten Kün-sten aufferzogen werden.
0-milceriL ! Wie hast du deinJugend zugebracht? oder mitwas für Eyffer und Reinigkeitder Seelen hast du dein Standangetretten? Hast du zuvordurch ein rechtKtndliche Beicht/mit einem stetsten Fürfatz deinenliebsten HErren und Gott nichtmehr/ auch wenigster läßlichenSund zu beleydigen/ dein Seelgereiniget? Item / hast du denHeil. Ordens-Stano also ange-nommen/ als mästest du sterben/und als ein wahres und schuldi-ges Schlacht- und Brand-opffergeschlachtet/und GOtt dem All-machtiaen alsobald in mittendeß Feurs aufgeopss rt und ver-zehrt werden; das ist: Ob dudich Gott dem HErren mit Leibund Seel unter das süsse Jochder Heiligen Religion gantz ftey-wtllig also gefangen habest er-geben/ daß du nach AnordnungGOttes und aller derjenigen/die dir vorstehen und mit dirleben/ könnest gebraucht und an-gewendet werden zur Ehr GOt-tes und Gutem deß Klosters/als wie gethan der Heiu Kiemr».<lu, ? Ersetze was dir noch abge-