n8 Betrachtung
GT)tt und Vatter so osst undvil beleydrgen dörffeu? Ernidri-ge dich biß in den tteffisten Ab-grund der Hollen; erwecke Hertz-liche Rew und Leyd / und machedir bey allen Gelegenheiten einensteiften Fnrsatz/GÄtt den HEr-ren nicht mehr zu beleydtgen;dein Gemüth gleich zu GOtt zuerschwingen ; seiner grossen Lie-be und vilfaltigen Gaben undGnaden dich zu erinneren / undmit Kindlicher Liebe zu sprechet!:Ach! wie ist es möglich/ daß ichGOttbeleydigen könne/der mirden Tag meines Lebens so vilLiebs und Guets erwisen hat.
Neben vilcn Wunder-Dingendie sich mit disem Heil. Märty-rer zugetragen/ist nicht das ge-ringste/daß ein Himlifche StimIhnne gestarckt: biß
gutes Muths / und vertritte Got-tes Such düpsscr. Stelle dir vorAugen nicht dtsen Heil. Mannallein/sonder auch etwa» einenMoysen / Eliam / unzählbar vilHeil.Märtyrer und Beichtiger/mit was für CyfferSie GottesSach vor den Tyrannen/ Königund Kayseren vertretten / unddurch kerne Dwhnngen/Verfol-gung/Peyn und Marter sich ab-halten lassen/ und unerschrocken
gethan/was GOttes Chr undder Seelen Heyl erfordert.
Mir was für Dapsserkeitniinbst du dich an umb die EhrGottes und deiner Seelen Heyl/bey dtser oder jener Gelegenheit/da etwa» belade in Gefahr ste-hen? Ach! wte kalt und law ge-het alles zu / und wte leichtlichlassest du dich von jedem Mensch-lichen Respect abschröcken.
Als der Statthalter der! Hei-ligen von Ahnst» nicht möchteabwendig machen/ befilcht Er/man solle den Alten eylends aufeinen Scheitter-Haussen werf-fen/ und lebendig verbrennen/zu deme der fromme Bischofs sichgeschwind fertig gemacht/ undseine Kleyder ftlbsten außgezo-gen. Über dtß kanft du betrach-.ten die grosse innerliche Frewd/'welche Er gehabt / GDtt denHErren bald indem Himmel zusehen/und Ewig zu gemessen/vordeme zu erscheinen du dir villetchthassttg würbest förchten wegendeines kalten und lawen Lebens/mit deme du Gott gedienet hast.Ach mein OarnascenL! wie vil ligtdaran / daß wir GOtt fein vonHertzen dtencn/wie es diser Heil:Mann sechs und achtzig Jahreysscrigst gethan.
Endlich