Von dem'Heil. Francrsco von Sales^ 127
Betrachtung
Auf das W deß Heil. Franclstt vonSalcs.Der erste Punct.
lEtrachte/ wie b'rancilcu«,^als wie der Sanmel schonnn Mutterleib von seinerfrommen Fraw Mutter aus; in-nerlichem Antrieb GOtt demHErren ftye aufgeopffert wor-den. Und obwohleu Er un Jahr1567. den 21. August-MonathinGaphoia aufdem Gchlost Ga-tes zwey Monath vor der Zeitauf dise Welt gebohren/also/daßso wohl die Mutter/als dasKindin grö.ster Todts-Gefahr gewe-sen/hab doch GQtt der HCnbeyde wunderlich ei halten / uudseye das schwache Kind ein gan-zes Jahr lang / damit es durchdas Anrühren nicht beschädigetwürde / in Seyden eingefetschetivorden.
_ ; Es ist kein Zweif-
ftl/ dah dise Lugendsame Mut-ter mcht auch sich selbsten/sambtdem Kmd GOtt dem HErrenhabe aufgeopffert/weilen Er inso Augenscheinlicher Todts-Ge-fahr beyde so sorgfältig erhal-
ten. Dass dich hingegen ebendiscr so gütige GOtt so vllmah-lm lasset fallen / schreibs keinerandern Ursach zue / als weil dudich Ihme nicht pur aufopfferst/und schenckest/und mchr dir selk-sten/ und den Kreaturen abwar-test. Oder aber/ must du nichtftlbsten bekennen/daß du vilfäl-tige innerliche Antrieb habest ge-habt/dich pur / mrd allein demDienst GOttes zu ergeben/mndall dein Thun und Lassen/ohneAbsehen gegen die Kreaturen/GL)tt aufzuopffercn / und hastalles in Wind geschlagen. Sotrage New und Leyd über deinübel-geführtes Leben; scheuchedich von Hertzen deinem liebengütigen GOtt/ so wird Er auchfür dich/ als das Seinige/Gorgtragen.
In seiner Jugend und Kind-heit hat Er Altarlinaufgericht/mit den Armen grosses Mitley-den getragen / und was Er Ih-me an Speiß und Tranck tönte
ent-