Von dem Heil. Franeisco von SaleS. rzr
eigenen Nutzens ? Und in dei-nen Verachtungen/oder wo dnsonften hinkommest/ was hinter-lassest du für Exempel der Til-genden ? Bist du zu Zeiten an-deren nicht mehr zum Verder-ben/ als zur Anfferbawung?Item/ gedencke/du habest vrl/oder wenig zu thun / mit wasVorbereitung du selbiges ver-richtest ? Vil tausend sind / diesich mit eyfferigem Heil. Gebettnicht vergnügen/sonder casteyennoch über das ihren Leib / undthuen grosse Bußwerck / damitG-Ott mit seiner Gnad ihnenbeystehe/und sie den auferlegtenGehorsamb wohl/und verdienst-lich verrichten mögen. Ach!weit änderst sind vil andere ge-sinnet/ die in ihrem Ampt nachund nach vil schlimer/als frörn-mer werden/ und unter disen/wann du auch bist / laß dirshertzlich leyd seyn/und verbesseredein Leben / damit dardurch dieEhr GQttes/ dein/uud andererSeelen Heyl auch befürderetwett>e. Dein Haußwesen be-treffend/wie ist es bestellt ? vü-leicht lft es auch also beschaffen/daß andere gcnugjamb daraus;können schließen / daß es umbdich innerlich in deiner Seelen
nicht zum besten müsse stehen.So befleiße dich der Reinigkeitdeiner Seelen/und Säuberlich-keit deiner Kellen / damit deinNächster dardurch ausserbawetwerde.
Der dritte Punct.
HZLeichwie diser Heil. Bischofs
durch sanfftmüthige Bezwin-gllng/ und Unterdruckullg allervon Natur angebohrnm Un-vollkommenheiten / zur höchstenLiebe Gottes/und deß Nächstengeschritten / also hat Er auchdurch Wunderlich-Göttliche An-ordnung für das Weibliche Ge-schlecht einen Heil. Orden vonder Heimbsuchung Mari» mitGutheissung deßPabstl-Stuhlsaufgericht/ in welchen Jungeund Alte / Krumme und Lahme/Gesunde und Kranckne / (wannsie nur nicht erblich /) könnenaufgenommen werden; hiernitihnen auch neben den dreyenOrdens-Gelübden / solche lieb-reicheSatzungen vorgeschrieben/die von allen tönten ohne einzigeBeschwarnuß gehalten werden/und doch dardurch zu grosserHeiligkeit gelangen.
Osinslcena! IN dem Haußdeß Vatters sind vilBehaussun-
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