izr Betrachtung
gen; Bist du in einem strengenDrden/glaube für gewiß/ daßwann du schon in dem Drdenvon der ^'lir-kion lebtest/ nichtweniger zu diserStrengheit ver-bunden wärest/als wie in deme/in welchem du würckltch bist;daNN Weil ein jede Vibrankinermicker mehr und mehr solle trach-ten/in der Liebe GDttes inner-lich zu zunehmen/ thuet solcheLiebe auch ein jede antreiben zusolcher Vollkommenheit/ als dieLeibs - K'rafften wohl ertragenmögen; Lebe also mit deinemBeruf zufrieden/rc. Und wanndu demselbigen gemäß wirst le-ben/wirst du auch mit der GnadGDttes nach deinen Verdien-sten reichlich belohnet werden.
ssr-ricitcu, der Heilige Mann/führte in seinem hochen Standdem Schein nach/kein strenges/sonder sehr gemeines/und Bür-gerliches Leben. Sein Dichwar nicht fchlecht/und auch nichtköstlich; stellte sich ein/wann esdie Höflichkeit erforderte / auchbey Gastereyen undMahlzeiten;seinAnsprach hielte Er mit jeder-man / niemand war Ihm zu ge-ring / oder zu fürnehm; seineKleyder ohne Seyden undSam-met/doch sauber; Er lebte mit
männiglich / wie es eines jedenStand erforderte / und ist nachdem Exempel deß Heil. Pauliallen alles worden. Aber inner-lich hatte k^rmcilcu, ein solches
verborgnes/Seraphisches/Gott-liebendes Hertz/welches Ihnnein allem seinem Thun und Las-sen zur Abtödtung seiner Sinnenantriebe/und zur höchsten Voll-kommenheit der Liebe GDttes/ !und zur Liebe deß Nächsten an-spohrete; welchen hochen Tu-gend-Mandel i^Lncjlcuz durchsein Leütseeligkeit so vil möglichverbärge / und niemahl für son-derbahr from wolte angesehenseyn.
Gehe in dich selbst/vamsscenL;und durchgehe ein wenig deinenStand / wie du dich in deinemThun und Lasten bey anderenverhaltest / ob du wahrhafftigdie Abtödtung deiner Sinnensuchest/und dardurch dich fähigmachest der Liebe GDttes/ unddeß Nächsten; Db dich Wahnhafftig auß hertzlicher Demuthdem Gehorsamb deinerDberen/und dem Willen deren/ mit wel-chen du lebst/unterwerffcst/ undalso allen alles werdest; Db duauch nach demExempel deßHeik.
krsllcisci in der Lonvcrlalion mit
andern