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Seelen-Wayd für die Schäflein Christi, welche Hunger und Durst haben nach der Gerechtigkeit : auf welche geführt wird Damascena, oder jede den Weeg der Vollkommenheit new-antrettende Ordens-Person, in Betrachtung der vornembsten Heiligen Gottes Tugend und Leben / durch P. Michael Lang, Capitularen zu Einsidlen, dess Heiligen Benedicti Ordens. Erster Theil.
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141
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Von der Heil. Iungfrawen

Betrachte/wie gleich nach demTodt ki-ttrwL ern Stimm seyegehört worden/welche die Heilt-gin zu den Himlischen Fremdeneingeladen/ ab deren der Henckersambt seinem Anhang also er-schrocken/ daß sie auf die Erdentodt nidergefallen / die gantzeStatt Nom von grossem Erdbi-dem erschüttet/und bald daraufVjpjLnu; der Lasterhaffte Statt-vogt von seinen Soldaten jäm-merlich ermordet seye worden;der Heil. Leib aber so lang vonzweyen Adlcren bewahrt/biß Ervon den Khristen an selbigemOrth begraben worden.

. Mein OsmLiccliL l WünscheErstlich diser grossen HeiliginGlück/daß Sie für tue Ehr Got-tes/und für den wahren Glau-ben so dapsser und Männlich ge-stritten/ so willig und heilig ge-storben/und mit so gross n Frem-den und Jubel aller HeiligenGOttes zu den HimmlischenFremden / Ihrem liebsten Ge-sponsert in alle Ewigkeit zu ge-messen eingeladen ist worden.

Ärm Anderen / obwohlen einKer ab dem Unglück seinesNächstens sich mehr solt betrü-ben als erfrewen/sagt doch Da-vid daß der Gerechte sich werd

und Martyrin Martina. 141

crfrcwcn/wann Er werd sehen dieRaach und Strass/ mir welcherG<dtt die jcnigcn / die Ihirnc sohasstig bclcxdigct/ und ftine liebeLinder so grausamb vcrfolgct/wcr»de züchtigen und straften / gleichewie gethan Mopsts und die LinderIsrael/ welche alle sich crsrewt/GOtt den HErrcn gelobt und gc-priesen / daß Er den Pharao undalle seine Lnccht in dein rothenMeer ersäufst, (b) Zllso erfrelvedich auch / und lobe GOtt/daßEr disen Gottlosen Statt-vogtund andere Tyrannen gestrafft/und das nicht wegen Untergangihrer Seelen/dann deßwegen sol-len wir uns betrüben / sonderwegen der Allmacht und Gerech-tigkeit/die GOtt der HCrr zumTrost deß Gerechten an demGottlosen erzeigt und sehen last.Dich betreffend/ mein osmastc-n»! thue was recht ist; ist aberjemand der dich verfolget/wün-sche Ihme kein Unheyl/widersetzedich auch Ihme nicht/ die EhrGOttes und der Seelen Heylerfordere es dann / sonder leydeso lang / biß GOtt eilt Gnügenwird haben; und wann du schonetwan sihest / daß der jenig / derdir nach deinem Geduncken vilÜbels thut/ von anderen geehrt/S z geliebt