Von dem Heil. Bisihoff und Märtyrer iZrirtio. 145
dose Begierden zum Sündigenanreißen ? Jene Alte / sagt die
Schi'tsst/. (c) verkehrten IhreSinn / und schlugen Ihre Augennider / daß Sie den Himmel nichtansähen / noch an rechte Vrcheilgedachten. Durch die GnadGOttes ist es bey dir so weitnicht kommen; aber bist du nichtnoch so unvollkommen / daß duweder an GOtt noch an demerSeelen Heyl gedenckest/wannsdie Gelegenheit gibt das Still-schweigen zu übertretten? äußertder Mahlzeitzu essen und zu triti-cken ? wider deine Oberen oderdeinen Nächsten zu murren rc.
^Betrachte/ daß lxnsrius mitJEsu also seye beschäfftiget ge-wesen / daß Er sonderlich VisenSpruch offtun vil in dem Mundhabe gehabt: Mein Liebe ist ge-creütziget ! darmit allem Bösemeinen Widerstand gethan/undzu aljem Guten den Weeg ge-öffnet. Warnt du/ mein vama-lcenL ! deine böse Unvollkorrren-heiten wilt überwinden / und inden Tugenden zunehmen/geden-ch offt an JEsum ; Stelle dirWlich vor Augen ein gewissesGcheimbnuß seirrer Kindheit/seines wachsenden und bestand-nen Alters/ fürnernblich seines
Heiligisten Leydens.undkr-ncisco hatdiser Spruch:Mein Liebs» ist gccrcurzigcr ! sehrvil genrrtzet; mache dir Zhnneauch gemein/ so wirft du allzeitarr Gott und deiner Seelen Heylgebacken/und so leichtlich auchirr geringen Dingen wider deinenStand nicht sündigen.
(a) s. v. 25. ( b) In Vir»,
(c) Oan.iz.v.^.
Der dritte Punct.
§>A das Vrtheil über IZnrmtimZergangen/ daß Er zu Nonrunter den Löwen müste sterben/betrachte mit was grosser FrewdEr das Urtheil auf - und ange-nommen/ wre begierig Er Ihmeselbsterr die Band und Kettenangelegt/ und mit wie frölichemAngesicht Er sich den wildenSoldaten übergeben habe / dieJhnne dann/ theils auß Haßdeß Ahristl. Glaubens / theilsGelt von den Khristen zu erpres-sen/sehr hart und übel gehalten.Er hat an die Gläubigen unter-schiedliche Vrieff geschrieben / inwelchen Er anzeigt/ nicht so vilsein erlittne grosse Peyn undMarter/als sein hertzliche Be-gier!) umb derLiebe Khristi JEsuwillen noch mehrc'rs zu leyden.
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