VonderLiechtmeß oder Reinigung Maria.
MartL; Halte auch für gewiß/daß Maria ohne Demuth nichtwäre ein Mutter GOttes wor-den/und daß du ohne hertzltcheDemuth nicht könnest mit Nu-tzen der Seeleu die Heil. Kommnwn empfangen. So erdemü-chlge dich / du hast Ursachen ge-nug.
Der drttte Punct.
NEtmchte/daß obwohlenMa-
ria die allersteligste Jung-fraw von denm dreym Weisenfür sich und für Ihr UebstesKindgrosse Schatz und Reichthunienempfangen/habe Sie doch selbi-ges alles gleich wiederumb unterdie Armen außgetheilt/ und fürsich nicht mehr behalten/als wasdie eüsserste Noth erforderte;Dahero sie heütiges Tags nichtvermocht ein Lamb zu kauften/welches die Reichen zu thuenschuldig waren/sonder hat nachdem Exempel gemeiner Leüthenein paar junge Tauben für Ihrliebstes Kind geopffert. Alsosihest du/imin OLmsscen»; daßMarin die Königliche Tochterdurch Ihr gantzes Leben bezeü-gen wöllen / wie grosse Liebe Siezur freywilltgen Armuth habegetragen; Oder aber/ vermeynst
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du nicht/ daß Maria alles / wasSie verlangte/von Ihrem lieb-sten Sohn/ der auf Ihr Begeh-ren auch das Wasser in denWein verwandlet/ hatte habenkönnen T
QämsicenL! Gehe in dich gelb-sten/ und erforsche dein Hertz/wiearmb du seyest'? Hoffentlichwird es dich mcht reweu / ulrdwirst du keinBegierd haben nachdenjenigen zeitlichen Güteren/die du durch die Heil. Protektionhäst verlassen/ undumb die LiebeKhristi JEsu willerr bist armbworden. Vilweniger wirst dudich etwan heimblich bewerbenumb Gold/ damit du diß oderjenes für- dich oder andere kön-nest einkauften / dardurch duschwarlich windest sündigen/welches eben so vil/wann du dichunrb gute Freünd wurdest be-werben / die dir/ was du ver-langst/wurden einkauften. Dubesitzest ja auch nichts heimb-lrches/ und bist jederzeit bereit/alles das jenige / was dir zumGebrauch erlaubt ist/ ohneBe-trübnuß und ohne Murren wie-der zu Verlagen/ wann es dir dieOberen befehlen wurden. AchMein OsmalcenL! stetig / UNdabermahl seelig/ sind die wahr-hafte