-74 Betrachtung
hab verbotten/ daß Sie keinemals Iyme allein dierle und opffe-re / deme Sie hiemit als Ihremrechtmäßigen HErrcn gehör-same/und den falschen Görterendem Teüffel nicht opffere/ lassesich auch von Christo IEsn nrtabwendig machen / denne Siefür Ihren Brautigamb erwählthabe.
lNemOLMasceriL! Erforschedich Erstlich/ ob du auch zu allenfürfallenden Widerwärtigkeitenso behend und freudig seyest ? obdir die eigne Liebe nicht noch fastanklebe/und drr nicht wollest las-sen wehe thuen/ wann du etwaszu leyden vorsihest? Es gibt vilarme/unmortificterte und unab-aetödte Kinder / welche/wannsie nur von einer Dberkeit beruf-ten werden/oderin demKapitel-Hauß erscheinen müssen/Ihnenschon fürchten/ sie inöchten mitWorten/ oder mit eitler auch nurgeringen Büß gestrafft werden;So thorecht blst du ia in dichsechsten nicht verliebt/daß du abso geringem erschröckest/oder daßdu dtch lticht könnest insAreützschicken/ tvan du dich derer: eitleszubefahren hast.
AHM Anderen / gehorsamest/dienest und opfferest du zu Zeiten
nicht mehr deiner Tyrannischeneignen Liebe / als GL)tt deinemErschaffe:' und Erlöser/wann siesich zu grossem Nachtheil derEhr GDttes/und deiner SeelenHeyl anmeldet?Achl)2MLsccnL!besinne dich nicht lang/fahre ih-ren bald übers Maul / sag daßdein emsiger Beruf seye/G-OLtdtenen/Ihnne lieben und änder-ten / und daß du ohne Verlieh-rung ewiger Glückseligkeit dichvon deinem gecreützigten IEsnnicht körntest scheiden.
(a) tVlLcrt,.i6. v.r4.
Dcr andcre Punct.
AEtrachte / wie Dorothea im-mer begieriger seye worder:/durch Peyn und Marter baldim Himmel bey Ihrem liebstenBrautigamb zu seyn; dann daHpricm, gesehen solche Freyheitin diser gefangnen Iungfrawen/und daß weder Drohen nochVersprechen / weder Liebkosennoch Schrecken nichts wolteverfangen/ ist Er erzürnt außden: Säffel aufgesprungen / undbefohlen / Sie an die Folter zuschlagen/und zu peynigen/ aufwelches Dorothea noch freyerund behertzter zum Richter ge-sagt : Marirmb verziehest st> lang?