Von dem Heil. Abbt komu-lclo. r8r
stümme/sonder mit gröfter Be-scheidenheit und höchster Liebe /welches dir ein grosser Antriebzum frommen Leben soltc seyn/und doch kanst du es bisweilenvon deinen Oberen nicht anneh-men.
Der andere Punct.
kAEtrachtc / wie ttomuttcluz,
^nach deme Er vil Jahr einstrenges Büß-Leben geführt/auß Eingebung GOttes denOrden deß Heil. uxneordi,dessen Cyffer schon in vilen Klö-steren erkaltet/ habe angefangenzu rcformicren/und das mit sol-chem Fortgang/daß nicht alleinVil Klöster sich seiner ^iiciplmunterworffen / sonder seyen nochgegen hundert newe von Jhmeaufferbawet/ und vil Einödenmit Eremiten angefüllt worden ;seinen Vatter selbsten / der mitGedanken umbgaligen/den schonangenommenen Geistlichen Or-dens-Stand wieder gar zu ver-lassen / habe Er in ersene Bandlegen lassen/und durch ernstlicheBüß dahin vermocht / daß Ernachmahlen Heilig gestorben.Was der H.üige Mann abervon den bösen Geistcren/und vonhoch und ruderen Stands-Per-
sohnen für Verfolgung/Spottund Schand erlitten/ ist nicht zubeschreiben; seine Mönch selb-sten haben Jhnne auß Anstiff-tung der bösen Geisteren vertrei-ben wöllen/welche aber vonGottgestrafft/ und ist der Anstissterauß Ihnen von einer Bruckenhinunder gefallen und ertrun-cken.
OLMLscenn! Erforsche dich/obdu in deinem Eyffer nicht aucherkaltet seyest. Ach wie notl)-wendig sottest drr selbigen er-newercn/ inid durch ein gutesExempel aridere auch darzu arr-treiben; welches aber keinenNachdruck hat/und ohne Fruchtgeschieht/ wann drr dich nicht zu-vor als wie ttomunictuz durchein Bußfertiges Leben darzntauglich wirft machen. Oderaber befindest dich zu disemWerck zu schwach/erforfche dich/ob dir nicht villeicht andere anIhrem guten Vorhaben habestverhinderet / Ihr Thuen undLassen übel außgelegt / oder Siegar verfolget/ da du doch selbigevilmehr hattest sollen lieben / abIhrem Fortgang dich erfrcwen/und alles anspannen / IhremExempel nachzufolgen.
Mein OamLlccn»! Halte dichZ Z m