Von der Heil. Inttgsrawen Scholastik
r95
rich/ eingezogen oder außgelas-sen/friedsamb oder unruhig.
Vierdtcns betrachte / daß vb-wohlen Scholastica schon in Ih-rer Jugend mit Ihrem Bruderkeocältto die Welt verlassen/GL)tt dem HErren sich aufge-opffert/ in Lugenden zugenom-men/und zu einem fruchtbahrenTugend-Baum erwachsen/dar-von IhreUrttergebne gnugsambsich ersattigen könten/und in Tu-genden auch zunehmen/habe Siedoch fürnemblich gesucht / wieIhre Geistliche Kinder in derReinigkeit Leibö und der Seelenmöchten aufwachsen und zuneh-men/ als welches der Schnur-grade Weeg zuGOtt zu gelan-gen : Secllg sind / die rcm vonHerrzeii sind/ dann Sie werdenGOtt anschawen. (a)
O Lmrsccn a! Nach dem Nah-men diser Heil. Mutter Scho-lastica/ müssen alle Klöster äcbo-I» Lälil, ein Schuhl der Keusch-heit/ der Reinigkeit / und Un-schuld seyn; wo diß LiliensarbeÄleyd der Englischen Reinig-keit abgehet / erkennet der Him-lischt Gesponß eine Hrdens-Persohn nicht; die Iungfraw-liche Hertzen allein folgen dem
Lamb nach / wo es hingehet, (l>)Wann du also schon vermeynftdemüthig / gehorsamb / gedultigund Tugendsamb zu seyn/ haftaber kein keüsch und remesHertz/find deine Dtgertden ein lautereGleißnerey/ und keine Tugend.Du must aber nicht gedencken/daß wann du vilen unkeüscheneinfalleliden Gedancken unter-worffen/und mit selbigen vtl zuftreitten hast/deßwegen unkeüschseyest; Es ist auch nicht von-nöthen/daß du dich mit Nenecküvin einen spitzigen Dornburschftürtzest / und in selbigem dichUMbMltzest/ oder Mit Lerssräoin ein kaltes Wasser springest/und mit brsncisco dich unter denSchnee vergrabest/ sonder es istgnug/wann sie dir mit der Heil.Katharina von Sems von Her-tzen zuwider / und GOtt denHErren inniglich bittest / Erwolle dir selbigen zu widerste-hen/Gnad geben; und auf diseWeiß wirst du nicht allein Gottnicht beleydigen/sonder IEsumdeinen liebsten Gesponsert in mit-ten deß Hertzens haben.
(a) Nättk.f. V.8. (b) äxocrl.14. v. 4 -
Bb L
Der