rrF Betrachtung
ftm statt auß Visen Gegenwartt-aenzum Apostolat und Predig-Ampt erwählt werde; welches/als Sie alle gutaeheisten/habenSie einhellig auß der Zahl dersibenzigJüngern zween erwählt/nemblich Joseph / einen Bluts-Freund Khristi/genandt der Ge-rechte / und Matthiam / nachwelchem Sie alle Gott eyfferigistgebetten/daß Er Ihnen wolle zuerkennen geben/ welcher auß Ih-nen Jhme der Wohtzefalttgistemöchte ftyn.
Gcderrckc Erstlich über diß/ daßobwohlen das Apostolat ein hoheWürde/ftye doch keiner geweftn/der sichumb diftlbigebeworben/sonder es habe sich ein jeder der-selbigen unwürdig geschätzt.
FumAvdcrcv/sene dist Wahlvorgenommen worden m Gegen-wart Marir/und da alle/ die zurSach zu reden hatten/ in demGebett beysammen versambletwaren/ seye vorhero kein Ab-handlung/kein Schanckung/undkein Versprechen geschehen ; kei-ner habe sich vorhero mit denanderen unterredet/wie und wasGestalten einer dem anderenvorzuziehen/rc. Diefromm-undheilige Versamblung habe keinUnterscheid der Persohnen ge-
macht/ein jeder hab sein Gewißstn in obacht genommen / unddasjenige in so wichtiger Sachgethan/darzu Jhnne der Heilige ^Geist ermähnet.
vLMLtccnL! Sotten derglei-chen Aempter in deiner Versani-lung vorzunehmen seyn/ achtedich nicht allem hoher Würden/si-nder auch der wenigsten Ver-richtungen unwürdig. L)der istes an deme/daß du einem ande-ren die Stimm zu einem Amptzsollest geben/mmme kein Schan-kuvg an/ lasse dich auch nicht mttvilem oder wenigem bestechen/dardurch du ohne Zweissel andeiner Seelen den grösten Scha-den müßtest leyden; Wann duschon einfältig und ungeschicktbist/laste dich nicht bereden mitkeinem Versprechen/souder rufftan die Gnad deß Heil. Geists/und thue alsdann/ was du ver-meynst recht zu seyn. Und wanschon nachmahlen die Stimmmnicht nach deiner Meynung auß-fallen / seye wohl zufrieden/undlebe nicht unruhig; Schweigeauch still darzu/wann schon derErwählte sich nicht nach deinemWunsch sötte verhalten; dannwurde Er Sachen thuen zumSchaden der Lowmuvitat und
Ver-