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Seelen-Wayd für die Schäflein Christi, welche Hunger und Durst haben nach der Gerechtigkeit : auf welche geführt wird Damascena, oder jede den Weeg der Vollkommenheit new-antrettende Ordens-Person, in Betrachtung der vornembsten Heiligen Gottes Tugend und Leben / durch P. Michael Lang, Capitularen zu Einsidlen, dess Heiligen Benedicti Ordens. Erster Theil.
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235
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Von der Heil. Kayserin und Iungfrawen Kunegundis. rz;

Sem Hcrtzen/du wollest dich bes-seren.

Der andere Punct.

OFEtrachre/wie der böse Geistnicht hab mögen leyden denFrieden/undedlenLtlien-Geruchdiser so frommen und HeiligenCheleüthen / Er hab deßwegenunter Ihnen einigen Mißver-stand und Uneinigkeit zu erwe-cken/ und der Heiligen Kayseringuten Nahmen zu schmahleren/dem Kayser in den Sinn gege-ben/Kunegund hab unkeüsch ge-lebt/ und Ehliche Trew gebro-chen/darumb Sie/Ihr UnschuldZu probieren / in Ansehung undGegenwart deß Kaysers undveß galltzen Hosts gezwungensey worden / mit blossen Füssenauf glüenden Pflug-ScharrensunstzehcnSchrttt weit zu gehen/ua aber ein Stimm gehört wor-

den: Horchte dich nicht/ <!) Jung»starv/ auf dem glüenden Eisen zuLehen/-ann die Iungfraw Maria^ird dich behüten / daß dir nichts2cpds widerfahre/ und Sie alleöunrahlen das Wunder gesehen/leye der Kayser der Erste vonmneni Thron aufgesprungen/l"n Gemahlin umb VerzeyhrnrgAbetten/über den gehabten Arg-

wohn Büß gethan / und seinKnnegund biß in Todt Hertz--eyfferigtst geliebt.

OamLlccnL! Erforsche dich/ob du nicht auch zu Zelten dembösen Feind Gehör gebest/ wannEr durch sich sclbsten/oder durchandere/den lieben Frieden Winzerstöhren/ und ob du nicht ab-sonderlich argwöhnisch seyest/rrnd etwa» deines NächstenHandel undWandel eintwedersin Zweistel ziehest / ob Er gutoder böß ? oder ob du zu Zeitennicht schier anfangest glauben/Er möchte nicht gut seyn? oderob du endlich nicht gar das Ur-theil schöpftest/ Er habe diß oderjenes Übel gethan / welches ineiner wichtigen Sach ein grosseSund wurde seyn ? Und damitdu dich gegen GOtt und gegendeinem Nächsten nicht vergreif-fest/ hab voll Ihme allzeit einguten Wohn / erforsche und un-tersuche sein Thuen und Lassennicht fürwltzia/sonderlich/wansdir Amptshalber nicht obligt/und bezeuge in dem Werck/ daßdu Jhnne lieb habest.

SUN, Anderen sihest du/ weil

die Heil. Kunegund ein sonder-bahre Liebhaberin der MutterGottes gewesen/ deßwegen auchG g 2 Ihr