LZ6 Betrachtung
Ihr Herr der Kayser Sie aufeiner güldenen Tafel vor deralkrseeligsten Iungfrawen kny-end abbilden lassen; wie Kune-gnnd hingegen von der Mutterder Barmhertzigkeit so inniglichgeliebt/irnd in diser Ihrer gros-sen Noth und Anfechtung ge-trost seye worden. Gehe in dichsechsten/ und erinnere dich / wiedu bißhero dich in der Andachtegeu der Mutter G-Otres ha-cst verhalten ? ob du in deinenAnfechtungen und Arrlrgen vondiser barmhertzigen Mutter auchHülss und Trost könnest unddörffest hoffen ? Ist es nicht ge-schehen/thue Bnß darüber/undseye ins künfftige fleißiger undaridachtiger gegen diser heilig-sten Iungfrawen.
Zum Dritten hat Kunegundschwahre Prob wegen IhrerZungirawjchafft geben müssen;dise/ wann sie vtlen Weib. undManns - Persohnen auferlegtwurde / ist wohl zu sorgen / eswurden vil die Km verbrennen.Bitt/Ozmslcens; dieJungfraw-liche Mrrtter / und dlse HeiligeKayserin/dak Sie dir von Gottwölkn Gnad erlangen / damitdn d»e Reinigkeit der Seelen mö-gest erhalten/und durch Verlurst
derselbigen nicht etwan in demHöllischen Feuer bussen müssest.
Betrachte / daß als die ZeltHerzu nahete/ daß Henrich derKayser sein zeitliches Reich mitdem ewigen solle vertauschen/,habe Er der Kayserin Blutö-Verwandte / und Fürnehmstedeß Reichs vor sich kommen lasssen/denen Er gesagt: Hie stelleich Euch tticirr liebste GemahlinLrmcgmid wieder zu / wie ich Sieempfangen ; Ein Irmgsraw habt"ihr nur geben/ ein Imrgfraw gibich Euch wiederunib.
Oainasccri» ! Hast du in demHeil. Tauff/Iliid in der Heiligen?lofcrtion von GHttnicht auchempfangen ein keüsche reineIungfrawliche See!/ rnld wanndu in dein Todt-Bettleirr sollestkommen/ erforsche dich/ ob dudeinem HErren und Gott/ unddenjenigen Heiligen/welche alsZeügcn bey deiner HH. Protek-tion gegenwärtig gewesen / disendein empfangenen Schatz undIungfrawliche Seel ohnbeflecktkeusch und rein wieder töntestzustellen? Findest dich nichtmehr so rein / und etwan mitSünden bemacklet/bitt JEsitMdeinen Liebsten mit hertzlicherNew und Leyd/umb ein einziges
Tropft