Von der Heil. Kayserrn und Iungfrawen Kunegundis. 2Z9
send / welche beyde mit vil Wun-der und Zeichen leuchten.
Auß diftln scheft du / wie wohloise grosse Heilige in der De-muth und Verachtung allesindischen Prachts gegründetmüsse gewesen seyn / in dem Sieauch nicht wotte/daß Ihro nachdem Todt einige Ehr solte erwie-sen werden/ ab deren Sie sichbey Lebzeiten im wenigsten er-frewen möchte; und wir Elendebetrüben uns/ wan wir nicht ge-ehret werden/oder auffs wenigsthoffen/wegen unsers Thuen undLassens bey der Nach-Welt ge-ehrt zu werden 2 Lasse dir esstyd ftyn/mein OLmsiccnLwanM dir noch etwa» solte glimmenein Funcken eyteler Ehr/welcheNvar/wieder Heilige öcrnzröu,sagt//» leichtlich/und fast ohiiealle Empfindlichkeit uiisere See-le» du rchdringet/ aber ein sehrZefahrliche unheilsame WundenMachet/ und in dem Streit unserkrfte rmd letzte Feind / also daßwann wir schon in unserem ho-hen Alter vermeynen das FeldAattmzu haben/ nimbtunservenrd/ die eytele Ehr/ noch zuMten im letzten Abdruck allenverdienst Hinweg/ und schickt
uns der Hollen zu/ dessen wir er-schreckliche Exempel haben.
Wann dich / OamLiccnz! dißLaster plaget/stelle dir vor Augendas Leben und die Tugenden di-ser Heiligen Kayserm/ so wirddir alle Hoffarth vergehen / undwirft du auch von dir stlbstenfestrglich glauben/was Antoniusauß Demuth von Ihme selbsterrgehalten / als Er das wunder-liche Leben deß Heiligen Pauligesehen / betrachtet / und deßwe-gen an sein Hertz wchemuthiggeschlagen/ lind zu seinen Jün-gern gesagt: lVehe mir armenSünder/dann man mich mit Vn,Wahrheit einen Mönchen nennet.
Letztlichcn/ wann du auchschon mit Kunegunda sottest ver-folget werden/ diene doch allenvon Hertzcn/und achte dich fürdie Wenigste und Geringste/eswird schon die Zeit kommen/daßdu wirst erkennen / GDtt habedeiner nicht vergessen/ wie Erauch der Heil. Kunegund trew-lich eingedenck gewesen /, und sogar ihren todten Heil. Leib ihremEhe - Herren dem Kayser vorge-zogen. Befihle dich absonderlichhcüt diser grossen Heilrgin.
(a) 8«r.6.1uj>er,yui liadicuc.
Dttrach-