Von dem Heil. Beichtiger c-mmir». 241
hochem Grad Heilig - mäßigeAZerck gethan.
Gehe also Erstlich itt dich selb-sten/und erforsche dein Gemüth/wem du btßhero habest gedicnet?Und bist du vtlleicht noch eingrober Bauren-Sohn/ein grobeVauren- Tochter/dienest mehrdeinen bösen Begierden alsGOtt/nnd lassest noch immerdeine böse Anmuthnngen überdich herrschen? Lasse dirs hertz-lich leyd seyn/ undbefleissedichmit Ernst / daß wann du schonnicht gleich ein Gräfin / Fürstin/oder Königin kanst werden/we-nigist vor GQtt ein gute vomAdel seyest.
?um Anderen/ weil Kafimirussein Heiligkeit nicht in einerCmöde/ ooer in einem Kloster/wnder zu Hoff erlangt / allwo(insgemein von der Sach zureden/) mehr Gelegenheit zu denlästeren als zu den Tilgenden/ob du dich nicht vtlleicht müssestschämen / daß du in einem OrthUnd Grand / welche von dir einfrom-vollkoüi-und heiliges Lebenerforderen / und dannoch kälterund läwer als etwa» ein Welt-Mensch lebest? und wie wirstvu es dermahleinist vor GOttVerantworten können?
Zum Dritten/ erinnere dich l)ji.mLlccnL! daß wann du solcheGelegenheit und Anreitznngengehabt hättest/zu allerhand Lust-barkeiten/ was du wurdest ge-than haben/ oder was du nochthätest? vLMLlccnL! wann duderselben Eytelkeit recht thuesterkennen / wirst du ohne Zweiffelwünschen/du hättest von Kind-heit auf eyfferig und fromm ge-lebt. Und wanns nicht gesche-hen/lasse dirs hertzlich leyd seyn/und fange gleich ich an from zuleben / und ersetze durch einenwahren Eyffer/was btßhero ver-saumbt ist worden; Werde nichtkleinmüthig/ daß du gedenckest/es seye zu spath/ deine Kräfftenlassens nicht zu/ oder daß die Na-tur schon zum Bösen gewöhnet;Nichts dergleichen must du ge-dencken/ dann solche Gedanckenkocken von dem bösen Geist her.Die jenigen/welche umb die eylff-te Stund in den Weinberg sindgangen/ haben wegen IhresFleiß den Groschen mit denErstell bekommen.
(L) l. keß. r. V. ,0.
(b) l^ucse rs.v.tf,
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