Von der Heil. Francisca von Rom. 26z
lichtsten Zeiten dergantzönWelt/der Jugend/ Eheleüthen undWitwen / zum Spiegel vollkom-menen Lebens vorstellen wol-len. So
Betrachte Erstllch/wie Fran-cisca voll Jugend auf/ schöneZeichen der Heiligkeit von sichhab gegeben/indem Sie schon inIhrer Kindheit solche Neigungzur Reinigkeit erzeizt/daß wannSie erwan emblößt/so lang ge-weynet/biß man Sie wieder ein-gefetschet / und von niemand/auch so gar von Ihrem eigenenVatter in diser Ihrer KindheitanFüßlen/Aermblen/ oder An-gesichrletu sich nicht berührenlassen.
Oamascena! JEsus der Lieb-haber unserer Seelen/ wohnetabsonderlich gern in keuschenund reinen Hertzen; So gedenke/vb dein Thuen und Lassen also^schaffen/ und dein Natur alsozum Guten genergt/ daß du kön-nest hoffen / der HErr JEsusNabe vor: deiner Kindheit aufnltl Wohnung in deinem Her-M gehabt? Befindest dich nicht!n so glückseeligem Stand / lastevlrs herylich leyd seyn / ilison-nerhett / walln du solche Reinig-^st auß eigner Schuld sottest
verschertzt haben. Befleisse dich/weiligift ins künfftig fromm/keüsch/und rein zu leben/und lassenichts zu / daß der Jungfrawli-chur Reinigkeit möchte zuwiderseyn. Fliehe alle unnöthige An-sprach ungleichen Geschlechts;Lasse kein Berührung der Han-den zu ; In Augen feye behut-samb / spahrsamb in Wortcn.Neben demCpempel dises keusch-und reinen Kinds / hast du viltausend Liebhaber EnglischerReinigkeit/ vermehre auch dudlse Zahl/und verlange auß Visennicht ^Geringste und Letzte zuseyn.
Zum Anderen betrachte / wiediß keusche und reine Kind etwaserwachsen / alle AußgelassenheitMld Leichtfertigkeit der Jugendgeflohen/selbige in grosser Ein-zogenheit un andächtigen Ubun-genhabe zugebracht. Ihr grö-ßer Lust seye gewesen Betten/mit Heiligen Gedancken undGeistlicher Lesung sichbeschaffti-gen/Ihren zarten unschuldigenLeib mit Fasten / und anderenPeynlichkelten plagen / den Ar-men/ was Sie nur könte bekom-men/Allmusen geben/und andereGeistliche Übungen verrichten;Sie habe also schon in dem
Merck