264 Betrachtung
Merck erzeigt/wie inniglich undinubrnnstig Sie GOtt liebe.
O vLMLsccna! wie vil scha/dets dem Menschen / wann Ersein Jugend in allerhand Lust-barkeit zugebracht/ sie sind Ihmeden; Tag seines Lebens auf demWeeg der Tugend verhinderlichund schädlich; Vtlleicht haft duauch in deiner Jugend also ge-lebt/ daß du mit David Weh/müthig must sagen: (2) Achmein HErr und GOtt ! gcdcnckenicht an die Sund meiner Jugend/und an meine vnwissenheit. Oderaber / lebst du noch in deinenjungen Jahren / so stelle dir offtvor Augen das Exempel disesHeiligen Töchterleins/zeige indem Merck durch die Übung derLugend / und durch die Abtöd-tung böser Begierden/ daß duGott lieb habest/du wirst nach-mahlen den Tag deines Lebensden Berg der Vollkommenheitringer steigen mögen.
(a) P5.24. v. 7.
Der andere Punct
OAEtrachtc / daß Francisca inTugenden also hab zugenom-men/daß Sie schon in demeylff-ten Jahr gant) vernünfftig dieWelt hab wollen verlassen/und
ewige Keuschheit GOtt demHErren verloben; Weil aberIhre Elteren Sie wider IhrenWillen einem Adelichen undreichen Nömer - l^urcnuo <lckonriLnir versprochen/ und selbi-gen zu heyrathen besohlen/ habSie sich Ihrem Bestich gehör-samb und Kindlich unterworf-fen.
vamascenL ! Auß disem sihestdu/wie Francisca in disem AlterJhro setbsten schon gantz abge-storben/der Anordnung Gottes/und dem Gehorsamb Ihrer El-teren sich einfältig hab unter-worffen/ und wie Sie auß Ge-horsame in dem unvollkomnerenStand der Ehe Gott dem HEr-ren lieber in Demuth hab dte-nen/als auß Eigensinnigkeit undeignem Willen in dem hocheuvollkommenen Stand ewigerKeuschheit in einem Klosterleben wollen. So dir also volldeinen Oberen etwas anbefoh-len wird / wann du schon ver-meynst/ etwas Vollkonmersund Gott Angenehmers zu ver-richten/ lasse deinen eignen Wil-len fahren/undstye einfältig ge-horsarnb in deme / welches dichauch geduncket unvollkomner zustylt; dann auß emfälttg-denm-