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Seelen-Wayd für die Schäflein Christi, welche Hunger und Durst haben nach der Gerechtigkeit : auf welche geführt wird Damascena, oder jede den Weeg der Vollkommenheit new-antrettende Ordens-Person, in Betrachtung der vornembsten Heiligen Gottes Tugend und Leben / durch P. Michael Lang, Capitularen zu Einsidlen, dess Heiligen Benedicti Ordens. Erster Theil.
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282
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L8L Betrachtung

Würde / weil Er in der StattRom nicht tönte entfliehen/ha-be Cr sich in ein Fast verborgen/und auf einem Wagen auß derStatt führen lassen / und sich solang in den Wildtnussen hin undher verborgen/ biß daß Er durcheinHitnlische feurige Saul ver-rathen/in die Statt geführt/undzum Statthalter Khristi gewy-hen ist worden.

Über das/ obwohlen Grego-rius ein sehr ftom-unsträfllch-und heiliges Leber: geführt/ habeEr doch alle seine schwähreKranckheiten und Schmertzen/die schwähreVerfolgungen aber/welche Er und die Kirchen Got-tes gelitten/ seiner selbst-eignenSchuld zugeschritten.

Auß hertzlicher Demuth habEr sich der Erste in denPabstli-chen Schreiben unterzeichnet:

Ein Diener der Diener Givrtcs;welche Wort alle seine Nachfol-ger noch biß auf heutigen Tagbrauchen. In anderen Briefenhabe Er sich unterschriben einenSnnder/und diejenigen hart ge-strafft/ welche Ihn lobten; Erhabe auch ein grosse Zahl der Ar-men gehabt/denen Er aufgewar-tet/die Fuß gewaschen / und mitGeld / Speiß und Lranck ver-

sehen/ unter denen Er die Engel/und einesmahl Khristum sech-sten in der Gestalt eines Armenbedienet.

vsmLtccnL! Wann etwan einAmbt soll besetzt werden/ wieverhaltest du dich ? Trägst nichtein unordmliche Begierd dar-nach ? Hast du es nicht ungern/wann du nicht darzu befördertwirst? Oder aber/ widersetzestdu dich mcht gantz hartnäckig derAnordnung GOttes/ und demBefelch der Oberen / daß dunichts thuen wilt/was man auchdir etwan anbefilcht?Gregoriuswäre vtl lieber in seiner Klöster-lichen Einsame und Ruhe ver-blieben/hat sich doch nicht Halß-starrig widersetzt/ da Er einmahlden Willen G-Ottes erkennt;Und also handlen/ist nach Mey-nung dises Heiligen Vatters einwahre aufrichtige Demuth/hin-gegen ein grosse Hoffarth undEigensinnigkeit / nach empfang-nem Befelch seiner Oberen nichtwollen anderen vorstehen/ unddas anbefohlne Ambt verrichten.

Bist du über das nicht gantzungcdultig/wann du etwan miteiner Kranckheit oder grossenSchmertzen heimbqesucht Wirst/weil du vermeynst solche mcht

per-