Von dem Heil. Pabst und Ku chen-Lehrer Gregorio. rKz
verdient zu haben ? Und die Wi-derwärtigkeit und Verfolgung/die etwan du oder deine Versam-lung leydet / legst du nicht alleSchuld auf andere / und wilt inallen Dingen unschuldig seyn?Ach vamrlccnä! wie vil rühigerwurdest du leben / wann du dieAernbter von Hertzen fliehen/und dich derselben gantzlich mt-schlagen wurdest? Und wannder liebe G-Ott dir etwan einHreützlein/Kranckheit oderVer-folgung zuschickt/ diß und nochwehr deinen Sünden und deinerselbst-eignen Schuld zuschreibenwurdest ? Ein recht demuthigesHertz / wie Gregorius gehabt/vermag vil bey GOtt; So be-Misse dich auch umb ein solchesN allem deinem Thuen undLassen.
Also seye von Hertzen demü-thig/fliehe alles eyteles Lob/ undw dich jemand lobt/sage nichtsvarzu / erzeige in deinen Gebär-den ein Mißfallen/ und so dutaust / gehe darvon / erschwingedem Hertz gleich zu G-Ott/erken-ue/daß du ein arme Sünderin/und diejenigen/ die dich loben/ttmweders dir schmeichlen/oderaber dich nicht erkennen.
Trag absonderlich mit den
Armen ein hertzliches Mitleidden/wd so vil du kanst/thue Ih-nen guts. Diene auch mitLiebe/wanns dir erlaubt / den Kran-kten/ und glaube festiglich/daßwas du diftn allen wegen GL)ttthuest/GL)tt selbstm rhüest/ wiesollderlich diser Heilige VatterGregorius/ und vor Ahme derHeilige Vatter Augustmus er-fahren.
Ist distr HeiligL.Vatter Grego-rius / wie Er sechsten bezeüget /wegen Vile der Schmertzen/undgrosser Angst und Forcht/ die Erwegen vilen Kricgen/und hartenVer folgungen erlitten/gleichsamtäglich gestorben / und hat Erdannoch für die Ehr Gottes/undzu Gutem seiner anvertrautenKirchen beständig geschriben undgearbeitet; Ach mein vEtce-Nä! was thust du/waü du kranck/oder etwas leyden must? Achwo ist vnser Gedult/ unsere kc-siAlisrio n in den Willen Gottes ?Wo ist unser Gebett / unsereGeistliche Übungen/ und Be-schafftigung mit GOLt? Ver-schwindt nicht zu Zeiten all unserAndacht? sind wir nicht gantzkalt und law/dardurch wir mehrals gnug bezeügen/dast kein GeistGOttes in uns seye? und fürN n 2 den