r88 Betrachtung
von Jhme könne gesagt werden/daß nach Maria kein Mensch demIostph gleich seye gebohren wor-den. (c)
LNem VrrnLscenL ! erfrewe dich/und wünsche dem Heil. JosephGlück/daß Er allen Kreaturenvorgezogen/von G-Orr zu einemBrautigamd derjenigen erwähltist worden/weiche da solle wer-den ein Mutter deß Allerhöch-sten/und ist kein Zweifcl/daß Jo-seph nicht seye begabt gewesennnt allen Gaben und Gnaden/nnt denen Maria sein Braut ge-ziert ist gewesen; dann weicherKönig wurde seiner liebsten/schönsten nnd verständigtstenTochter einen Bräurigamb er-wählen/ wanns in seinem Ge-walt stuende / der Jhro anSchönheit/Weißheit und Ver-stand/ an Königlicher Hochheitund Geblüt nicht gantz gleichwäre 2 der Himmlische Vatteraber hats können thuen/so wirdErsauch gethan haben/und daßes geschehen / zeügt Khristnsselbsten : Mein vatter Joseph/sagt Er/ (k) ist in, höchsten Gradgerecht gewesen/ weil Cr in allemseinem Thuen und Lassen einzigund allein die Ehr und GloryGattes gesucht; und sein ein-
zige Begierd gewesen/ den VAlen Gottes zu erfüllen/ (Z) nachdem Epempet seiner liebsten !Braut. Thue hiemit disen Het-ligen Vatter hoch schätzen/undtrag ein sonderbahre Liebe zuJhme/wünsch Jhme Glück/daßEr ein so fürtreffliche Braut/und daß Maria ein so fürtresslichen Bräutigamb gchabt.
Betrachte zu»n Anderen/ daßdie Helligkeit deß Heil. Josephssich von Tag zu Lag habe ver-mehrt / da Er ist worden einBräutigamb und Ehe-MannMari«; dann weil Jhme durchEheliches Recht alles dasjenigeist zuständig worden / was Ma-ria inJhrem Vermögen gehabt;der gantze Schatz G-Ottes aberund aller Englen/ ist in Mariagewesen/ (l>) und hat der Hüb- 'lische Vatter wegen der Mut-terschasst seines Sohns Jhrounaussprechliche Gaben undGnaden mitgetheilt/welche Siein Ihrem Hetzen als in einerSchatz - Kammer aufbehalten/darzu Sie Ihrem Ehe-Manndem Heiligen Joseph auch dieSchlüssel gantz fteywillig einge-handiget/damiL Er sich dersewi-gen nach Belieben bedienenmöchte; Das sind §>eß Heiligen