Von dem Heiligen Bischofs I6äon.
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Gefahr 6j5puriert/Steüberwun-den/und zu schänden gemacht.
Erstlich / betrachte die wunder-liche Anordnung G-Ottes in di»senr Heil. Knaben / Er achtetesich Anfangs also ungelehrsambund untauglich zum Studieren/daß Er sich entschlossen/ selbigesan den Nagel zu hencken; da Eraber einsmahl betrachtete / undsahe / daß auch der harte Mar-kstein dem össters fallendenTropffen muß weichen/unddurch harte Mühe und Arbeitalles zu überwinden/hat Er aufeln neüwes also embsig angefan-gn zu studieren/daß Er in Latei-usscher/ Griechischer / und He-bräischer Sprach / und anderenuatür-und Göttlichen Wissen-lchaUen mdlich also zugenom-mn/ daß zu seimr Zeit Ihme?iner gleich gefunden ist wor-den/und Er feine Lehr-Meisterwett übertreffen.
^ tNem l)am ^enr s Hast dttN Nicht auch öffters verfahlet/Wem Hz, das Hertz hast fallenWen/und vermeynt unmöglich""seyn/ diß oder jenes zu erlehr-»^dise oder jene Tugend zu er-Mgen/ und ftömmer und Hei-^r zu werdm? Mein l>amrsce-' wann du deiner Seits keine
Mühe und Arbeit wirst spahren/und mit Ernst von Gott etwaswirst begehren/ wird Ers dirauch geben / wann es zu seinerEhr/ und deiner Seelen Heylwird seyn. So fasse heüt einenneüwen Muth jenes zu erlangen/was dich bißhero gedunckt un-möglich zu feyy.
Zum Anderen betrachte/daß »b-wohlen diser junge fromme Be-nediktiner in der Gcschicklichkeitfürtrefflich gewesen / und di«Ketzer sehr zu schänden gemacht/hab doch sein älterer BruderLeander Bischosszu HrviiimIH-ne dahin vmnögt/daß Er seinenEyffereingeschrancket/damit Erzu seiner Zeit mit mehreren Jah-ren/auch mit grösseren und meh-reren Nutzen den Ketzerei: sichwidersetzen/ nick für die gantzeKirchen Gottes arbeiten möchte.
Mein Osmitscens .'Der Baummuß zu seiner Zeit Frucht brin-gen /also folt du dich auch ohneBefelch demerOberen/umb dasHeyl deines Nächsten nicht an-mhmen/und in die frembde Ge-schafft dich nicht einmischen;und wann dir solches von deinenOberen verbotten wird / gedeiheke nicht/ daß man dtt deßwegennicht wohl geneigt seye; dann
nicht