Von der Heiligen Demuth.
452
Betrachtung
Auf das W der Hallgen Demutß.
Der erste Punct.
HJe Heilige «»mili»-, oder Geist in die Wüsten gessihtt/der<!
Demuth/hatte schon in Ih- selbigen allen Grausen und^r Kindheit ein grosse Liebe/ Schröcken genommen/und Sieund Andacht zu der Allerseeltgi- mitFrewden und Wollust Hun-nen Mutter IEstr; Sie liebte lischer Gnaden hat angefüllt/lehr die Cinsambe/ und einfal- welche du bißhero nicht wirstW Kleyder; hingegen trüge genossen haben/weilen du gar zu^le em.grosses Algcheühen ab außgelassen/mehrder^VelrlichenU Veywohtlllng außgelaßner Ansprach/als dieEinsammedei-^ochterll/und ab dem Äleyder- ner gellen geliebt haß?
^^'Ncht. Drittens/ besinne dich wohl/ob
« OLmsscena ; Erinnere dich du nicht alleKomblichkeiten undUlch/wte groß dein Liebe und Überfluß in den Äleydern / an-^noacht zur Iungftawlichen deren darmit zu gefallen/gesuchdso.Ee/ seye/und bist du bißhero habest ? Ach! in wle vileu ver-ruß! gcweseu/trage New sündigen wir uns täglich / die^'/Leyd/und erneüwere deine wir unserem Stand gemäß/d/Agen und Andachten zu schon solten vollkommen seyn?^/selben. Deiner Seitö lasse djr dein
du?' erforsche dich/ob armbseeliges Leben heetzlich leydwahre Liebhaberin der seyn/und bessere dich dermalster-Ack»//und deiner.^ellen seyest? nist mit Ernst,svvu grosse Begierd haben Die Heilige Demuth wärevd» Zausend Seelen zu der Ein- Zwar von schöner ^stalt/ liebtefrug^Men / nachdeme Lhri- aber die Iungftawliche Reinig-^lus von dem Heiligen keit/daß Sie von Ihren Eltern
M lN M 2