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Betrachtung
ftr gefastet / fa vil Zeit ohneSpeist undTranck gelebt;Sol-che Ding sind m einem so zartenLöchtermn mehr zu verwun-dern/ als nachzuthun. Machedoch/mein OrriiLlccna ! so vilessich thun laßt / einen Überschlagseines Lebens/mit dem Ihrigen/so wirst du villeicht nicht vilGeistliches an dir finden. Lassees'dir hertzlich leyd seyn / undthue nach deinem Vermögenund Krafften auf das wenigisteauch etwas.
Betrachte / daß dises HeiligeLöchterlein durch dise Buß-werck die inneriste VermahlungmitKhristo ZEsu habe gesucht/auch selbige in dem zehendmZahr Ihres Alters durch dasGelübd ewiger Iungfrawschaffterlangt/mit solchem Wohlgefal-len Ihres liebsten GesponsertIEstr/daß Er Ihre einen Ringan den Finger gcsteckt/wordurchIhr Hertz init solcher keuscherLiebs-Brunst entzündet wor-den/daß obwohlen Sie vil harteStreit wider die unreine Geisteraußgestanden / doch in IhremSterbstündlein bekennt/daß Siedurch die Gnad GQttes nichteingedenck seye/ daß Sie jemahleinige Frewd/oderWohlgefallen
habe gehabt/als inG'Ott/undnicht wüßte/ so lang Sie gelebt/was die Reinigkeit bemacklete.
Mein OLMLsccnL t Erstlichzweifle nicht / du habest auchflicht durch das Gelübd derKeuschheit / die inneristeMahlung mit Gott/ aber durchwas Mittel hast du dich umbselbige beworben k Erinnere dich
ein wenig.
Zürn Andern/ wann du felbißterhalten / gedencke mtt was füreiner Starckmnthigkeit duge habest bestritten / und fortgc^fetzt/ und ob du mit Wahrheit
könnest sagen/ daß du bißlMnicht habest gewußt / was dieReinigkeit bemackle? MeiuO^mslccnr! villeicht bist du da Edortm mit unterschiedlichen^
nicht sagen/ unkeüschen Lie^Banden verstrickt/die dir HEschädlich sind ? Ach ! wie zarteReinigkeit will Gott von ESeelen haben / welche bey arvilleicht nicht gefunden lE'Lasse dirs leyd seyn / und flEalles/was deinem liebstenzuwider ist.
(s) lob zr.v.iS.
Del