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Seelen-Wayd für die Schäflein Christi, welche Hunger und Durst haben nach der Gerechtigkeit : auf welche geführt wird Damascena, oder jede den Weeg der Vollkommenheit new-antrettende Ordens-Person, in Betrachtung der vornembsten Heiligen Gottes Tugend und Leben / durch P. Michael Lang, Capitularen zu Einsidlen, dess Heiligen Benedicti Ordens. Erster Theil.
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530
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Betrachtung

gezehlt zu werden/der die neunund neunzig Schaaf verlassen/und das verlohrne mit so grosserMühe und Arbeit gesucht/ undendlich durch seinen Todt gefun-den/und du lassest dich gar nichtskosten/dir und deinem Nächstenzu helssen. Was kanst du dannhoffen/das Gott ins künfftig fürdich thun werde / weil du deinerSeelen Heyl dir so wenig lassestangelegen seyn/und so schlechteLiebe gegen deinem Nächstentragest? Nimme das Exempelauch fürnemblich auß deme/ daßwann du von deinem Nächstenbißhero umb einen Dienst bistangesprochen worden / villeichtselbigen noch hart hast dörssenanfahren/ und den verlangtenDienst abschlagen; wann demealso/ bist du ja gantz armbseelig/ >und keiner Gnad GOttes wür-dig. Erkenne also deinen Fah-ler/ und bitte GÄtt umb Ver-rohung/und seye gegen dir/unddelnem Nächsten ins künfftigbarmhertziger.

Betrachte / wie Paulinus sichgar wohl in dieAnordnung Got-tes habe geschickt / den anbefohl-nen Garten fleißig gepflantzet/seiltem Herrn täglich Kräuter

und Blumen geschickt / und sichdardurch so beliebt und äuge/nehmb gemacht / daß sein Herrgrosse Frewd und Lust gehabt/nnt seinem Gärterzu reden/undIhme allerhand seltzame Fragenaufzugeben.

t)Lmzsccn2lObzwares schei-net/es habe Paulinus nicht wohlgethan/daß Er sein hoches Bs^schWiches Anrpt verlassen/ ei/nem Weib gefolget/ und sich inso schlechte Drenstbarkeit gefworffen/so ist doch nicht zu zwey/lenz daß Gott nicht ein grössereWohlgefallen habe gehabt avVifer unerhörten Liebe gegennem Nächsten/und zumahlenavdiser seitter arbeitsamen DreEbarkett/ als wann Er zu HaBbeständig grosse Wunder Hankgewürcket/ lind das auch wegendeß grossen Nutzens/der daraEerfolgt; dann als Paulinus ameine Zeit zu seiltem Herrn gebEder König werde bald sterbe'"und Er solches dem König aE

zeigt/hat Er Ihme wegen Ederltcher Erscheinung / dte ,von Ihlne gehabt/versprochn'Jhnne mit vilen SchanckEwied.r nacher Hauß zu sctE.da aber Paulinus keilt«llv Gold weite annehme"/ » ^