5Zr Betrachtung
dir diß Heil. Leben zu Nutz/und glückseelig zu gemessen/ alle Hei-thue auch alles dasjenige/worzu lige Gottes gethan/was Sie ge-du innerlich von Gott angetne- thau. Diser heylsamen Ermah- >den wirft ; und wann es dich nung/wann du nicht wirft nach- jschon etwas wird kosten / geben- kommen/ ach! wie wird es dichcke/daß Gott alles werth seye/ in deinem Sterbstündlein ge-denne zu erlangen / und ewig reüwen?
Betrachtung <
Auf das Fest der Hetllgen Jungfrawen und
Abbtißin Ediltrudis/ St. Benedicten Ordens.
Der erste Punct.
EDiltrudis deß Königs Ann- glückseeligen Cnds werdest köHder Orientalischen Engellün- nen zu getrosten haben ? Lasseder Königliche Princeßin / führ- dirs hertzlich leyd seyn/wann d»te in Ihrer Jugend ein sehr ein- nicht bist gewesen/wie du hattengezoanes frommes Leben / und seyn sollen/ und befleisse dMbezerrgte schon dazumahlen mit noch ins künfftig also zu leben/disem Ihrem Wandel/ wie hoch daß du glückseelig mögest sterbe^Sie die Jungfrawliche Reinig- Ein gut Gewissen mache gropkett liebte. vcrtrawen zu GOtt / sagt ^
v-m-scena ! Erforsche dich/ ftome und Geistreiche 6crien (r/was du für ein Leben in deiner DarumbobEdiltrudgletchwoy'Jugend habest geführt / und ob auß Vefelch Ihres Herrn Vavdu ein solches Fundament habest ters sich mit dein Fürsten TUgelegt/auf welches ein frommes berto mäste verheyrathen /Leben erfolget ? villeicht wird Sie doch von GOtt die Gna.dir dein jetziges Leben sagen/was erlangt / daß Sie mit JhinWdu seyest gewesen/und ob du dich an sein End in unbefleckter ^m dernem Sterbstündlein eines nigkett hat leben können.