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Betrachtung
Betrachtung
Auf das Fest der Hetl. Jungfratvcn/
und Abbtlßtn Erentraud.
Der erste Punct.
ERentraud die Königl. Prin-ceßin/ hat zwey Heilige Brü-der/Rupertum und Lrutpertumgehabt / welche / weil Sie allesverlassen/ und in frembde Län-der/ die Heyden zu bekehren/ver-reißt/begibt sich Erentraud auchin Frankreich in ein Kloster/GOtt dem HErrn allein zu die-nen/ allda Sie in Tugenden alsozugenommen/daß Sie nach Ab-sterben der Abbtißin / zu einerVorsteherin ist erwählt worden.
Mein vrmrsccnL! Wan manan den Früchten solle erkennen/ob ein Baum gut oder böß/O)so sind die Clteren diser dreyenHeiligen Geschwisterigen stock/und Heilig-maßige Eheleüth ge-wesen / welche so stomme Früch-ten/und Kinder erzeügt/daßRu-pertus ein Heil.Bischoff/Trut-pertus ein Heiliger Märtyrer/Erentraud aber ein Heil. Abb-tißtn ist worden. Und was bist
du für eine Frucht deiner El-tern/deines Zuchtmeisters/oderZuchtmeisterin?
OLmrlcenr! Es gibt Frucht/wann der Baum schon guet/wel-
che Wurmstichig/an dem Baumerfaulen/ oder vor der Zeit a^fallen; Dein Lebens-Lauffwirddir Zeügnuß geben / ob du einreisse/oder unzeittgeFrucht seyest/welche würdig / auf die Königl.Tafel deines liebsten IEsu auf-gestellt zu werden ; und bist dunrcht alfo beschaffen / lasse du^hertzlich leyd seyn; thue depmahleinist würdige Frucht KBueß/(b) und lasse dich nEvergnügen mit dem leeren
deß Geistl. Drdens- Stands.
In dtsem Kloster hat UGaamen/und das Unkraut oepbösen Geists also überhand anommen/daß dise Heil.mit allem Ihrem Fleiß /und Arbeit/selbiges nichts