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Die Religion am Ende des achtzehnten Jahrhunderts / von Paulin Erdt
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bodens; und nichts war vermögenddenselben zu verdunkeln. Keine Er-munterungen, keine Zusammenkünfte,keine Unterredungen, keine Ergötzun-gen verjagten mich vom Zimmer, demich mich genähert hatte. In mirsuchte man Anmuth und Wonne. Wieoft schlich ich mich, als noch der Mor-gen auf den Hügeln grauete, zum La-ger der Liebhaber; und ihr erster Ge-danke, ihr erstes Wort war mir ge-wiedmet! beschäftigte sich der Geistam Pulte; ermüdete sich das Ge-müth in den Geschäften seines Am-tes ; vertheilte die Hand die Arbeitder Haushaltung; so war ich ihreBeschäftigung.

Der Brief, den ich vom Himmelbrachte; den der theure Erlöser mitseinem Blute versiegelte, war. der ein-zige Zeitvertreib meiner Verehrer.So oft ich erschien, waren Versamm-lungen, die ihre Hände falteten, ih-re Knie beugten, und mir ihre Hoch-achtung erwiesen. Ich spurte zwarin den blühendesten Jahrhundertenmeiner Hellern Erscheinung, und her-nach