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Die Religion am Ende des achtzehnten Jahrhunderts / von Paulin Erdt
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de an der ;r6. und folg. Seite; sie erstaun-ten, als sie sahen, daß die ganze Lrbens-qeschichte des Erlösers lange vor seiner Ge-burt schon beschrieben worden.

„ Sie erstaunten, daß die Evangelistenin ihren Erzählungen, von den Nachrich-ten der Propheten nur durch die Zeit ver-schieden waren; indem diese erzählten, wasgeschehen sollte; und jene, was wirklich ge-schehen war. — Die Bekehrten aus demHevdenthume, welche das ganze Gebiethder menschlichen Erkenntniß durchwandert,und ihren Geist durch Erlernung der Kün-ste , und Wissenschaften gebildet hatten, wa-ren besonders geschickt, jene Weißagungendes alten Testaments unpartheyisch, undohne Vorurtheile zu prüfen.

,, Wenn die Juden an einer Seite sieauf eine unnatürliche Art erklärten» um denGründen auszuweichen, welche daraus wi-der sie genohmen wurden; und die Chri-sten an der andern Seite eS übertrieben ^und zu viel Stellen auf den Messias deu-teten : — so blieben die gelehrten Heydenin der Sache neutral; indem alle dieseWeißagungen ihnen neu waren, und ihreErziehung sie an keine Meynungen gewöh-net, welche ihre Fr-yheit, und Unparthey-lichkeit in Auslegung jener Weißagungenhindern konnten.

§4 „ AW