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Die Religion am Ende des achtzehnten Jahrhunderts / von Paulin Erdt
Seite
123
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Wir müssen gestehen, sagt selbst Bo-llingbroke in ^Vorks vol. 4. wenn eine Of-fenbarung alle diese Proben glücklich aus-gehalten ; wenn sie alles Ansehen einesmenschlichen Zeugnisses hat; wenn sie inallen ihren Theilen mit sich selbst eines ist;und wenn sie nichts enthält, das emer rich-tigen Erkenntniß von dem vollkommenstenWesen, und von der natürlichen Religronwiderspricht: eine solche Offenbarung mußmit der tiefesten Ehrfurcht,einer völligen Un-terwerfung, und mit ««geheuchelter Dank-barkeit angenommen werden. Alsdann hatdie Vernunft ihre Rechte geübct, und ü-berliefert uns den Glauben. . .

Der Herr hat sich erniedriget, um dasMenschengeschlecht wieder herzustellen, unduns selig zu machen. Er wollte zu erstdurch sich, hernach durch seine Kirche nichtum die wahren Kentnisse vonGott; sondernauch Regeln unsrer Handlungen emflössen,um uns zur Zukunft zu bereiten, und zurwahren Glückseligkeit zu führen. DerHöchste schickte seinen Sohn, uns zu leh-ren , das menschliche Geschlecht in eine Kir-che zu versammeln; und eben diese heiligeGesellschaft muß unö lehren, waF Chri-stus gelehret hat. Sie ist verbunden unsin allem zu unterweisen, was zur Herls-vrdnung nöthig ist» und kann uns nichtslehren, was uns davon abführt.

Z2. Man