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Die Religion am Ende des achtzehnten Jahrhunderts / von Paulin Erdt
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ysttan darf sich indessen nicht verwundern,^ wenn auch bey allen diesen Beweisennoch heute die Jugend selbst schwache Be-griffe von unsrer geheiligten Religion äu-ßert.

»» Es ist leicht» sagt von Ekartshau-sen über Religion, Freygeisterey, und Auf-klärung , es ist leicht in unserm Jahrhun-derte zu errathen, warum eine Menge derbesten Jünglinge so begierig alle gefährli-chen Bücher und Brochüren verschlingen,die ihre Seele zum Nachtheile des Staats,und der Menschheit vergiften. Man darfnur auf das menschliche Herz gehen. Jüng-linge sind ohne Erfahrung, ohne genaueBeobachtung, ohne Welt - und Menschen-Kenntniß : ihre Selbstliebe verleitet sieleicht zum Stolz; der Stolz zur Verach-tung aller Sachen, die gemein sind.

,» Die Liebe zum Sonderlichen ist dasKind des Stolzes; man glaubt sich klüger,man glaubt sich weiser zu seyn, wenn mannicht denket, wie man allgemein denket;wenn man nicht glaubet, wie man allgemeinglaubet; und dieses ist die erste Grundla-ge zur Freydenkerey. Ueberzeugung ist nurbey der Wahrheit, und Wahrheit ist nicht,