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Die Religion am Ende des achtzehnten Jahrhunderts / von Paulin Erdt
Seite
198
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fechszehnte Jahrhundert unter den Glau-bens-Neuerern nur meistens noch die Mashumetaner und Juden übrig; wider wel-che die Christen zu kämpfen hatten. Schonim fünfzehnten Jahrhunderte suchten abereinige Gelehrten, besonders in Italien ,die Schriften der alten heydnischen Weisen iaus dem Staube hervor. Der eitle Vor-witz , das Schöne, das sie in denselben ent-deckten , leitete sie aber gar bald auf Ver-irrungen, die hernach auch Frankreich,England , und nieder - und ober Deutsch-land angestecket haben.

Sie gaben sich alle Mühe, das Kennt- >nist Gottes aus dem Lichte der Vernunft, ^und die Frömmigkeit aus den Kräften derNatur herzuleittn. Diejenige, die co nocham besten zu trefen vermeynten» setzten dieReligion in einer gewissen Redlichkeit» undEhrbarkeit, wollten aber dabey weder vonChristo Jesu, seinen Wundern, weder vonGeheimnissen, weder von den Wirkungendes heiligen Geistes, oder anderm Einstuf-st von oben, noch sonst etwas hören, daSaus der heiligen Schrift, und nicht aus derNatur zu erlernen wäre.

Diese gefährlichen Beyspiele, zu wel-chen sich hernach auch die traurigen Spal-tungen in der Kirche gesellten, -lockten ei-nige Gelehrten des sechzehnten Jahrhun-derts