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Die Religion am Ende des achtzehnten Jahrhunderts / von Paulin Erdt
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weitkäustiger schildern wollte. Der Got-tesdienst » den der Heiland eingeführet,und die Kirche bis nun erhalten hatte» hör-te auf; die Bilder der Heiligen» die manals Blutzeugen der Wahrheit jederzeit ver-ehret hatte» derer Beyspiele uns so nütz-lich sind, machten einen fatalen Scheiter-haufen aus» der den gottlosen Feuersbrünssten zur Nahrung diente; das immerwäh-rende Opfer ward unterbrochen; Niemandwar, der das Brod bräche; noch der nachdemselben hungerte; der Greuel der Ver-wüstung herrschte in dem Heiliathum vonjeder Seite, wohin man immer die Au-gen warf.

70.

Freyheit zu denken, die bey den Ver-irrungen» die Oberhand gewann, derStolz » der Hang nach Neuerung» dasVerderben der Sitten waren die Huellendieser greulichen Zerrüttungen, und mandarf sich nicht verwundern, wenn Einigealles» was heilig war» nach und nach inlauter Zweifel verwickelt haben. Wie weithaben sich die Kühnen von dem vernünfti-gen Zweifeln eines des Cartes entfernet;und mit allem Fleiße in Gegenständen,die auch im hellesten Lichte sich zeigten,eine Ungewißheit auszuspuren, und sich ,

und