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Die Religion am Ende des achtzehnten Jahrhunderts / von Paulin Erdt
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ins besondere Peter Bayle den Skepticis-mus des heydnischen Alterthums aufzu-wärmen , sich alle Mühe gab. Dieser Phi-losoph »den Voltaire den unsterblichen Ban-le» den Ruhm der menschlichen Vernunftnennet, wußte nach den Berichten die unsle Klerc in seiner alten und neuen Biblio-theke im 8. Bande hinterlassen hat» nurwenig von des Cartes Philosophie, undkein bißgen von der Meßkunst.

Denn er gestand, er habe die Erwei-sung des ersten Satzes vom Euklides nie-mals begreifen können; und er hat sogarin seinen alten Tagen die Richtigkeit dermathematischen Erweisungen anstreiten wol-len. In seiner Vernunftlehre hielt er sichbloß an die Wahrscheinlichkeit, und mach-te alle Augenblicke Schlüsse Kominsm,aus dem einzigen Grundsätze, in der einzr«gen Absicht» unerfahrene Leser in die En-ge zu treiben. Es stecket unendlich mehrWörterkram, als gründliche Vernunft inseinen Schriften.

Er war einer von jenen widerspre-chenden Männern, sagt Saurin, ein pro-testantischer Prediger in Holland, den manmit allem Scharfsinne unmöglich mit ihmselbst vergleichen kann, und dessen wider-strebende Eigenschaften uns immer im Zwei-fel lassen, ob wir ihn auf diese, oder auf