Buch 
Die Religion am Ende des achtzehnten Jahrhunderts / von Paulin Erdt
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der Glaube geht zu Grunde. Jedermannwill lehren» wie man Gutes thun soll, undNiemand will es lernen. Wir sind zu lau-ter Doktorn geworden , und haben aufge-hört , Christen zu seyn. Nein ! Ohne soviel Künstelung und Gepränge, hat sichdas Evangelium durch die ganze Welt aus-gebreitet, und durch seine reihende Schön-heit aller Herzen eingenommen. Diesesgöttliche Buch, welches für einen Christenallein nothwendig, und für jeden, der keinChrist ist, das nützlichste wäre, darf nurbetrachtet werden, um die Liebe gegen sei-nen Urheber, und den Willen seine Gebo-the zu erfüllen, in die Seele einzuprägen...

Unsre dermaligen Regierungen, heißtes im dritten Bande Emils an der 182.Seite, haben unstreitig ihre dauerhafteMacht, und ihre nicht so häufigen Revolu-tionen dem Christenthume zu verdanken...Wie viel Werke der Barmherzigkeit sinddie Arbeit des Evangeliums? Wie vieleWiedererstattungen, wie viele Ersetzungenbewirket nicht die Beicht bey den Katholi-ken ? Wie viele Versöhnungen, und Al-mosen bringet bey uns nicht die Herannähe-rung der Communion-Zeit zu wege? Wieviele Wucherer machte nicht das Jubel-Jahr bey den Hebräern minder habsüch-tig ; wie vielen Elenden beugte es nichtvor ? . . "

75. Der