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Die Religion am Ende des achtzehnten Jahrhunderts / von Paulin Erdt
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Häupten, daß eben die Quellen, die schonim verflossenen Einige vergiftet hatten, auchin diesem Zeitalter meistens die GelehrtenEnglandes angestecket haben. Der Natu-ralismus , der sich schon zuvor in diesem un-glücklichen Reiche verbreitet hatte, nahmimmer mehr zu, nachdem durch mehrere Ge-lehrten derselbe in ihren Schriften, wie wirin unsrer gelehrten Geschichte der Religi-on , und Moral «wiesen» auf die heftigsteArt geprediget worden ist.

Ich habe schon im vorhergehenden dieGründe gegen die Naturalisten angebracht,und ich darf vielleicht hier nur noch fragen,ob sie die heiligen Bücher, als eine Ge-schichte , annehmen. Und wie werdensie sich dieser widersetzen können ; ohne al-le Geschichte aufzuheben» und den Glau,den unter dem menschlichen Geschlechtegänzlich zu verbannen Dte Feinde der Of-fenbarung wußten mit aller Mühe nichtswider die heilige Geschichte aufzuspüren ,das sie nicht tausendfältig in der weltlichenGeschichte erblicken mußten.

Wir wollen aber selbst den heftigstenVertheidiger der natürlichen Religion vondem Werthe der heiligen Bücher, und vonder christlichen Religion reden lassen. DieWissenschaft, sagt Rousseau in seinem be-kannten Discours, breitet sich aus, undQ r der