Buch 
Die Religion am Ende des achtzehnten Jahrhunderts / von Paulin Erdt
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,» Getreue! heißt es dort: Uns ist zuunserm innigst - empfindlichsten Leidwesendurch mehrere Anzeige beygebracht» undbestättiget worden» daß einige Zeit herSpuren vom höchstschäblichen Gift der fre-velhaften Freygeisterey» und des Unglau-bens hie nnd da sich entdecken» und man-che vermessene Zungen von der heiligen Re-ligion , und den Kirchensatzungen ganz freyund ungescheuet, auch wohl gar mit Ver-achtung zu reden» sich höchst strastich erküh-nen : Um nun diesem höchstärgerlichen Un-wesen den wirksamsten Einhalt zu machen,und sothanes Laster der Freygeister, undReligionsverachtung in seiner Geburt zuersticken, kömmt es auf die Entdeckung der-ley so boshaft, als gewissenloser Frevlervorzüglich an, damit derer wirksame Be-strafung verhänget werden möge.

In dieser Absicht haben wir gerechtesentschlossen, daß von Seite der Policey mitdem sorgsamsten Eifer darauf invigilirt» unddie genaueste Obsicht getragen, die hierun-ter sich Betretenlassende aber ohne Nach-sicht zur schweresten Strafe gezogen , undzu dem Ende auch jene, welche dergleichenfrevelhafte Reden hören, solche jedoch nichtalsogletch der betreffenden Policeystelle an-zeigen , falls sie auf eine andere Art ent-deckt würden, eben so, wie Frevler selbst,ohne Nachsicht bestrafet werden sollen. Doch

wol-