durch das Apffer deß Mars empfangen wurde,'das empfangeer durch die Widergeburth deß Heiligen Lauffs/ wie wir wolwissen/ daß auch die Vätter solches vngezn^ifflet geglaubt/vnd gelehrt haben. Bißher der Heil. Fulgentius, dessen Zeugnußwahrlich ganß vnverwürfflich ist,'/ als der an der Heiligkeit/ Geschick«lichkeit vnd Marter/ die er für den Christlichen Glauben überwun-den/vortrefflich/ vnd nit lang nach dem Heil. Augustino berühmt/auch sein Landsmann wäre/ Massen er in Aftica / vnd von Carthagoaus dem Rathsherrn * Stand gebohren/vnd die Meinung Augustinivnd der Kirchen selbiger Zeit/zum besten wissen können.
Nun aus discm allem / verstehet der Leser / wie übel Vnd Vt1gk<gründe der Widersacher Augustinum anklagt/ er habe gelehrt/daßdie Kinder nitseelig werden/ welche neben demTauff nit vnter denGestalten Brodts vnd Weins/auch den Leib vnd das Blut Christiin dem Heil. Abendmal geniessen / da doch das Widerspiel aus denWorten Augustini sechsten/ vnd aus dem Fulgenrio bekandt.
Warumb dann/fragt der Widersacher / hat Augustinuz ge-lehrt/daß die Kinder nit können stetig werden/es stye dann / daß siedeß Leibs vnd Bluts Christi in dem Nachtmahl theilhafftig werden ?
Antwort. Es dienen dahero gar wol die Wort Christi zu demNicodemus: Du ölst ein Meisterin Israel / vnd weißt das nit? DerGegentheil muß gewißlich in denen Büchern Augustini, vnd in wasfür einem Verstand er geredt habe/ nit sonderlich erfahren seyn. ESist ja bey distm Heil. Lehrer der Gebrauch zu lehren/daß der Menscheben darumb/ weil er gemusst wird / Christo einverleibt werde / vndGeistlicher Weiß nieffe sein Blut vnd sein Leib; nit zwar/ daß einerdie Gestalt Brodt vnd Weins / darunter Christus stch befindet/messe / sondern daß er empfange die Gnad / welche durch das HeiligeNachtmal mitgetheilt wird/vnd dw^Würckung deß Sakraments ist/deßwegen bey dem Augustino em Ding ist/gemufft werden/vndGeist-licher Weiß den Leib vnd Blut Chrrstl geniessen. Ja eben aus distrVrsach erweißt Augustinuz, man solle die Kinder tauffen / dicweilender Tauss die Einverleibung mit Christo ist/ ohne welchen sonstcn dieKinder ausskein andere Weiß deß Leibs vnd Bluts Christi könnentheilhafftig werden/vnd folgsam auch nit das ewige Leben erhalten/es wäre dann / daß sie gemufft seyen. So offt nun Augustinuzftlgt/ die Kinder können nit stetig werden/es stye dann / daß sie den